Mittwoch, 25. Mai 2016

Delfin "Melodic Mixtape #5" und Deepgoa "DSNetwork 57"

Delfin "Melodic Mixtape #5"


Über Delfin kann ich nicht viel schreiben weil ich bis vor kurzen nix von ihm gehört hatte. Laut seiner Soundcloud Seite wohnt der gute Mann in London. OK - lassen wir dann mal die Musik sprechen - denn die ist richtig gut. Für Sweet Melodic hat er nämlich die fünfte Ausgabe des "Melodic Mixtapes" zusammengemixt. Schöner Spaciger Techno mit Sommerfeeling, macht richtig Laune. Leider ohne Tracklist...

Tracklist
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Deepgoa - DSNetwork 57


Dem Herrn Deepgoa folge ich schon seit ewigen Zeiten im Internet, er betreibt nämlich einen wirklich sehr lesens- und hörenswerten Musikblog wo man sich ohne Probleme aus dem riesigen Haufen an Musik die Tagtäglich ins Netz gepumpt wird informieren kann. Deepgoa macht auch selber Mixe, zum einen die "DSNight" Serie wo es eher um ruhige Sounds wie Ambient und Artverwantes geht sowie die "DSNetwork" Reihe wo es etwas Tanzbarer zugeht. Die 57. Ausgabe von eben DSNetwork ist verdammt gut geworden - Irgendwo in dieser Grenze zwischen Deepen House und Sommerlichen Techno angesiedelt ist es der perfekte Mix für die private After-Hour im heimischen Garten und wer will darf auch gerne dazu tanzen, das geht nämlich auch.

Tracklist
Nora En Pure - U Got My Body (Return of the Jaded Remix)
Billy Kenny - I Eat Beats (Ardalan Remix)
Nora En Pure & Sons Of Maria - Uruguay (EDXS Dubai Skyline Remix)
Raphael Topas - Freedom (Matthias Freudmann Remix)
Matthew Norrs - Don't Look Back (Original Mix)
Angus & Julia Stone - Grizzly Bear (Lakechild Remix)
The Avener Feat. Rodriguez - Hate Street Dialogue
Prok & Fitch - One Of These Days
Carl Vanvittel - Dance (Urban City Mix)
Oliver Heldens & Shaun Frank - Shades Of Grey
Marcelo Wallace - I Don't Care
Croatia Squad - Back to Life (Original Mix)
Disclosure feat. Gregory Porter - Holding On
Tom Staar - Higher

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Hörspiel: "Grund GmbH" von Benjamin Quabeck und Philip Stegers


Foto unter CC Lizenz CC0 (Public Domain / Gemeinfrei)
Bildquelle: Pixabay
Fotograf: Jarmoluk

Nachdem sein Vater verstorben ist erbt Robert Grund den gesamten Familienbesitz, u.a. eine Baufirma, ein großes Firmenanwesen und jede Menge offene Fragen. Mit der Buchhaltung hatte es sein Vater nicht so und selbst ein befreundeter Buchhalter hat Mühe durch die Geschäftsbücher mit seltsamen Eingängen und Ausgaben durchzusteigen. Auf den Firmengelände finden sich auf einmal jede Menge Flüchtlinge wo auch lange Zeit nicht klar ist woher sie kommen und was sie auf dem Firmengelände machen. Dann die Frage nach dem Mädchen mit blauen Haaren, wer ist sie und welche Bedeutung hat sie ? Die Familiengeschichter der Familie Grund hat viele Geheimnisse bei denen u.a. ein Kinderbuch eine wichtige Rolle spielt...

Benjamin Quabeck dürfte dem ein oder anderen als Filmemacher ein Begriff sein, so hat er (meiner bescheidenen Meinung nach) zwei der schönsten Deutschen Filme in den letzten Jahren gemacht: "Nichts bereuen" aus dem Jahre 2001 sowie "Verschwende Deine Jugend" aus dem Jahre 2003. Neben einigen Musikvideos sowie die Regie bei einigen TV Serienfolgen waren das auch leider die einzigen Spielfilme die Quabeck bis dato gemacht hat. Seit einigen Jahren hat er das Medium gewechselt und produziert für den WDR Hörspiele. "Grund GmbH" stammt aus dem Jahre 2005 und wurde zusammen mit Philip Stegers realisiert, der bei Quabeck sowohl beim Hörspiel wie auch beim Film immer für die Musik zuständig ist (unter seinem Pseudonym Lee Buddah).
Auf mich wirkte das rund zweiundhalbstündige Hörspiel wie ein Drehbuch zu einem Film der nie realisiert wurde. Quabeck nimmt sich für die Geschichte viel Zeit und es dauert etwas bis es Fahrt aufnimmt. Man sollte sich also als Hörer zunächst etwas Ruhe gönnen und sich die Zeit nehmen das die Geschichte sich entfalten kann, denn es lohnt sich. Dieser Genremix (Familiendrama mit Thriller - klingt im ersten Moment etwas seltsam) zieht einen aber nach einer gewissen Zeit in den Bann. Die Sprecher passen zu ihren Rollen (u.a. mit Denis Moschitto - der schon sehr oft mit Quabeck zusammengearbeitet hat) und die Musik von Lee Buddah gefällt ebenfalls.

Der WDR bietet alle drei Teile zum kostenlosen Download an - vermeidet es aber bitte die Texte auf der 1Live Webseite zu lesen, weil hier ziemlich viel von der Handlung gespoilert wird.

Länge: 51 / 53 / 54 Minuten
Musik: Lee Buddah
Produktion: WDR 2005
Regie: Benjamin Quabeck
Redaktion: Natalie Szallies

Samstag, 21. Mai 2016

Solee - Noisily Podcast 04


Netter Sommerlicher Technomix von Normen Flaskamp alias Solee für das Noisily Festival, das am 07. bis 10. July in Leicestershire stattfindet. Schöner etwas Spaciger Techno- und Housesound, Mixtechnisch perfekt gemacht mit einem tollen Spannungbogen. Was er da so auflegt ist leider unbekannt da der gute Mann keine Trackliste beigefügt hat. Aber das soll ja das Vergnügen nicht trüben.

Am Wochenende soll es ja mal (zur Abwechslung) schönes Wetter geben - hier ist der Soundtrack dazu. Viel Spaß.
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Tracklist
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Samstag, 14. Mai 2016

Hörspiel: "Kilroy was here" von Robert Weber


Foto unter CC Lizenz CC0 (Public Domain / Gemeinfrei)
Bildquelle: Pixabay
Fotograf: LoboStudioHamburg

In der Asservatenkammer der Berliner Polizei geht eine Bombe hoch, kurze Zeit später fallen in der Hauptstadt sämtliche Ampel aus und Berlin versinkt im Chaos. Genau zu diesem Zeitpunkt findet der größte Kunstraub aller Zeiten statt. Alle Ereignisse haben eine Gemeinsamkeit: An der Wänden der jeweiligen Tatorte stehen die Zeilen "Kilroy was here". Mehr noch - besagter Kilroy war angeblich auch an dem Mord an Uwe Barschel beteiligt und an einem Raub der Deutschen Goldreserven in Fort Knox. Und Kilroy ist dreist - er sucht sogar ganz bewußt den Kontakt mit der Polizei...Was will Kilroy ? Geld Macht ? Oder etwas ganz anderes...?

Anschnallen - hier gibt es Tempo und Action wie man es nur so im Kino gewöhnt ist. "Kilroy was here" ist feinstes Actionkopfkino das einfach nur Spaß macht. Autor Robert Weber bastelt aus Fakten und Halbwahrheiten ein ziemlich unwiederstehliches Hörspiel, da verzeiht man auch so unnötige Running-Gags wie den schusseligen Assistenten der immer ohne anzuklopfen ins Büro einfällt. Auch das Sounddesign gefällt, lediglich bei der Musik hätte man etwas kreativer sein können, denn sowohl die Melodie aus "Mission Impossible" als auch die Effekte aus der TV Serie "24" sind etwas zu oft in der Vergangeheit benutzt worden.

Die Story ist spannend erzählt, die Sprecher passen auch bestens zu ihren Rollen - ein sehr gutes rund 90 Minütiges Hörspiel hat der SWR da auf die Beine gestellt. Leider bleiben am Ende viele Fragen unbeantwortet - vor allen darf man sich nicht fragen Wie das ganze nun abgelaufen ist...diese Antwort bleibt man uns vorerst schuldig. Da es aber einen Klippenhänger gibt gehe ich ganz schwer davon aus das da noch mehr Folgen kommen...hoffe ich mal.

Der SWR bietet das vierteilige Hörspiel zum kostenlosen Download an, leider hat man den Ansager mit auf der Datei gelassen so das man alle vier MP3 Dateien mit dem MPDirectCut noch nachbearbeiten muß, dafür kann man dann mit der ebenfalls in diesem Programm enthaltenen "Serienfunktion" die vier Teile zu einer Datei zusammenverbinden (zum Glück sind zwischen Ansage und Hörspielbeginn eine Pause so das man ohne Probleme schneiden kann).

Die vier Teile
Teil Eins Beute Kunst
Teil Zwei Der Voynich-Code
Teil Drei Siegfrieds Rache
Teil Vier Der Sturm

PS: Wem der Titel "Kilroy was here" bekannt vorkommen sollte - es gab im Jahre 1983 eine Rockoper der US Band Styx gleichen Namens, der bekannteste Song dürfte allen Ü40 Lesern bekannt sein - "Mr Roboto". Eben dieser Song taucht auch immer am Anfang des Hörspiels auf, die Handlung hat aber mit dem gleichnamigen Konzeptalbum von Styx nichts gemeinsam.