Montag, 19. Dezember 2016

Free Music: Solee - 10 Years Parquet Recordings - The Classics


Solee ist einfach eine sicher Bank wenn es um gute und vor allen Geschmackvolle DJ Sets geht - er hat diesen (in meinen Augen bzw Ohren) seltenen Technosound der zwar tanzbar und treibend ist und gleichzeitig dabei melodisch ist ohne in Kitsch abzudriften. Eben einen Sound den ich mag und den es in heutigen Zeiten leider viel zu wenig gibt. Ebenfalls eine sichere Bank war für mich sein Label Parquet-Recordings welches in meiner aktiven Techno Plattenkäuferzeit fast immer gekauft wurde. Seit einiger Zeit ist das Label leider zu einem reinem Onlinelabel geworden wodurch ich es etwas aus den Augen verloren habe....

Wie dem auch sei - jetzt so kurz vor Weihnachten war Solee so nett und hat sich mal durch den Backkatalog seines Parquet Labels gewühlt und einen wirklich guten Zweistunden DJ Mix mit vielen Klassikern des Labels zusammengestellt und diesen zum freien Download freigegeben. Wer also in Erinnerungen schwelgen will oder wer sich informieren will wie gut das Label ist (falls man es nicht kennen sollte, was ich mir nicht vorstellen kann) der hat jetzt die beste Gelegenheit dazu.

Oder in den Worten von Parquet Recordings
On the occasion of this years 10th Anniversary of Parquet Recordings, the labelboss Solee selected some timeless classics from our Back-Catalogue and put them together in a 2 hours FREE DOWNLOAD Mix. Hope you like it and enjoy this melodic flight back into the past...

Tracklist
Whomi – Near Walls
Teho & Tran – Les Quatres Saisons
Takt Tick - Cloudy Roads (Egostereo Remix)
Oliver Schories – Wildfang
N´to - Every Wall is a Door
Noir & Sivesgaard – Vitek (Rodriguez Jr. Rmx)
Solee - Zebra
Boss Axis – Cologne
Gui Boratto – Tipologia (Solee Remix)
Sivesgaard - Unorthodox (Oliver Schories Remix)
Solee - Jule (Dany Holm Remix)
Takt Tick – Another Root
Gui Boratto – Paralelo (Oliver Schories Remix)
Miss Melera – Stunning
Solee – Impressed
Dale Middleton – Ando
Inkfish – Wait in Vain
Boss Axis – Aira
Zusammenklang – I Die 4 You
::: all tracks (p) & (c) Parquet Recordings



Kam über den Facebookaccount von Solee rein

Sonntag, 6. November 2016

Moderat Live im Stereolux / Nantes (Frankreich) am 03.05.2016

Bildquelle: Offizielles, frei downloadbares Press Kit von der Moderat Webseite
Fotografin: Birgit Kaulfuß

Am 25. November veröffentlichen unser aller (denke ich mal) Lieblingselektroniker Moderat ihr erstes Livealbum. Aufgenommen wurde dies am 05. Juni im Berliner Velodrome. Doch leider fehlt eine Filmfassung auf DVD oder Blu-Ray des Konzerts, was Angesichts der Großartigen visuellen Umsetzung der Moderatmusik wirklich sehr schade ist. Dabei waren an jenem Abend Kameras zugegen, schließlich kann man seit einigen Monaten einen rund 20-Minütigen Clip bei YouTube anschauen, den die Kollegen von Electronic Beats in bester Bild- und Tonqualität bereitgestellt haben.

Aber wenn man etwas im Internet stöbert wird man fündig und manchmal findet man sogar richtiges Gold - denn bei Dailymotion kann man sich das komplette Konzert aus dem Stereolux in Nantes (Frankreich) anschauen, wo Moderat am 03. Mai 2016 gespielt haben. Der Mitschnitt wurde wohl für das Französische Fernsehen angefertigt, produziert und hochgeladen wurde das ganze von Culturebox die eine ganze Reihe von Konzerten aufzeichnen und diese dann auf deren Dailymotion Account hochladen.

Hier ist es also nun, das komplette Moderat Konzert aus Nantes - ungekürzt inklusive einem Geburtstagsständchen für Sebastian Szary der am Konzerttag Geburtstag hatte. Mit rund 95 Minuten nicht gerade lang, weil Moderat zu jenem Zeitpunkt eine etwas andere Setliste hatten wo u.a. das Zehnminütige monotone Technomonster "Milk" fehlte was später in diesem Jahr wieder hinzukam. Die Bildqulität ist im feinsten HD (sofern man dies so eingestellt hat), der Ton (logischerweise) nur in Stereo. Die Kameraführung ist etwas eigenwillig aber es paßt schon. Musikalisch natürlich über alle Zweifel erhaben, sofern man Fan ist...

Also für alle, die in diesem Jahr ein Moderat Konzert besucht haben und sich nochmal erinnern wollen, für die Leute die bei keinem waren und sich mal kräftig ärgern wollen was sie verpaßt haben und für jene die das Glück haben Moderat in diesem Jahr noch zu sehen (also zum vorfreuen), schließlich kommen die Drei im November noch einmal nach Köln (Konzert ist aber ausverkauft).

Setliste
01. Intro
02. Ghostmother
03. A new Error
04. Reminder
05. Running
06. Eating Hooks
07. Rusty Nails
08. Animal Trails
09. Last Time
10. No. 22
11. Bad Kingdom
12. the Fool
13. Intruder
14. Versions


Moderat (full concert) - Live @ Stereolux de... von culturebox

Montag, 19. September 2016

TV Doku: "Wie Techno Musik die Welt eroberte"


Foto unter CC Lizenz CC0 (Public Domain / Gemeinfrei)
Bildquelle: Pixabay
Fotograf: vascorossy

Vor ein paar Tagen erst ein Hörspiel zum Thema Technogeschichte, nun dann noch eine TV Dokumentation - sorry, dafür kann ich nix. In der TV Sendung "Planet Wissen" war heute das Thema Wie Techno Musik die Welt eroberte" an der Reihe und als Experte war Westbam zu Gast. So gibt es durchaus Wissenswertes zum Thema Techno, für den der damals dabei war gibt es aber auch nicht sonderlich viel neues zu erfahren. Zum Ausgleich darf man sich an einigen historischen Filmaufnahmen erfreuen die schon was Zeitgeschichtliches haben. Die Moderatorin ist jetzt allerdings nicht gerade tief in der Materie drin was bei mir für den ein oder anderen Lacher sorgte. Alles in allen ganz nett anschaubar.

Leider gibt es keinen Player den man hier in die Webseite einbauen kann - wer also so knapp 60 Minuten Zeit und Lust hat etwas über die Geschichte von Techno zu erfahren der gehe zur Seite von Planet Wissen, wer mehr Infos haben will der schaue mal hier vorbei.

Samstag, 17. September 2016

Podcast: Roni Size "Data Transmission 500"


Ein Bereich in der elektronischen Musik war für mich immer etwas rätselhaft: der mit den gebrochenen Beats. Egal ob es Breakbeat, Drum´n Bass, Jungle oder Dubstep ist, das war (und ist) für mich so ein Bereich mit dem ich nie was richtig mit anfangen konnte. Es mangelte nicht an Intresse meinerseits aber irgendwie berührte es mich eher selten. Es gab einige gute Sachen von den E-Z Rollers auf Movin´ Shadow und auch den etwas Flächigen Sound von LTJ Bukem konnte ich durchaus was abgewinnen - aber eine große Liebe wurde es bei mir nie. Ich bin halt ein Kind der 4/4 Bassdrum.

Vor einigen Tagen tauchte in meiner Soundcloud Timeline ein Mix von Altmeister Roni Size auf - der Jubiläumsmix zur 500. Ausgabe von deren Podcast Reihe. Ich war irgendwie neugierig - und die Neugierde wurde belohnt. Rony Size haut hier fast 4 Stunden kräftig auf die zwölf und zeigt alle Spielarten die es bei den gebrochenen Beats so gibt - von hart knüppelnden Tracks bis hin zu eher flächigen Songorientierten Sachen (gesungen wird auch mal öfters). Interesant finde ich das Size sich irgendwie kreuz und quer durchmixt was ein ständiges auf und ab an Eindrücken und Stimmungen ergibt.

Wirklich cooler Mix fürs Wochenende, ein Fan von gebrochenen Beats bin ich zwar jetzt immer noch nicht aber dieses Teil hier ist richtig cool.
Ein Interview zum Mix gibt es hier

Tracklist
From The Streets – Roni Size
Life Is Vanity – Boston And Undersound
Thump – Current Value And Phace
Brain Damage – Digital And Drum Cypha
Avenger – L Plus
Mile High Club – Utah Jazz
Cutting It Up – Big Kid
Nocturne – Keeno (Frederick Robertston Remix)
Parallell ft Zara Kershaw – Technimatic
Elevate The Sound – S.p.y ?
Jungle Gone Down ft August Storm – Royalston
City Soul – Hugh Hardie
Searching – DJ Marky Remix
Kaleidascope – Soul Defiance
Ahead Of Me – Alibi And Command Strange
A Few Good Men – Roni Size
Digital World – Culture Shock ?
Could Heaven Be Like This – Culture Shock
Swampville – Envenom
Fire In The Booth – Ant Walsh
Acting Up – Dialogue
Run The Block – Document One
Audio Vandalism – Sammy Nicks
All Good – Serum & Lindo Man
Rock It – DJ Vapour
Lick Shot – DJ Hybrid
Cosy – Need For Mirrors
Filthy Criminals – Ego Tripping
Never Been ft Fox – ??
Lung VIP – Marky Remix
Why – D Livin (Serum Remix)
In The Area VIP – Krakatoa
Banana Split – Dossa & Locuzzed
Tangents – Culture Shock
Reflections – T Phonic & Deadman
Glow – Dan Dakota
Stay Here – Fred V & Grafix
Rise Of The Black Panther – Drumsound & Bassline Smith
Get On Up VIP – Saxon
Back To The Start – D Product
Ten Stripes – Enei
Second Sun – Calibre
Unfinished Symphony remix – Massive Attack vs Roni Size
Hurts – Need For Mirrors
Mutiny – Need For Mirrors
Robostory – 36 Hertz Recordings ???
Make Me Feel – Phil Tangent Remix GLXY
Tribes 1 – Murdock
Silverfox – The Dream Team
Velvet – Need For Mirrors
Reflections – Kodan
We’ve Been Lost In Time – ???
Chaos – Decimal Bass
All My Friends – Snakehips (Jarreau Vandal RMX)
It’s Alright – Masters At Work vs Roni Size
Rock The Boat – Roni Size
Sentimentality – Logistics
Film – Calibre
Growth Comes – Utah Jazz
Situations – Critical Dub
The Infinity Be Gone – Lung
The Dream Returns – Era
The Elements – ???
Brown Paper Bag – Roni Size Reprazent



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Mittwoch, 14. September 2016

Hörspiel: "The Future is Ours – Als Techno durch die Decke ging" von Maike Wüllner


Foto unter CC Lizenz CC0 (Public Domain / Gemeinfrei)
Bildquelle: Pixabay
Fotograf: saragraphika

Meine Musikalischen Roots sind elektronisch - New Wave, Synthie Pop und Italo Disco. Ohne Künstler wie Depeche Mode, Yello oder Kraftwerk wäre ich Musikalisch nicht da wo ich heute bin. Da ich meine Jugend in den 80igern verbrachte waren elektronische Klänge immer um mich rum. Mit Rock konnte man mich jagen, die meisten meiner Klassenkameraden hörten damals Iron Maiden oder Accept - nicht meine Baustelle. Aber wenn da ein paar Typen an irgendwelchen Keyboards oder Computern rumdrückten war ich Glücklich.

So um 1990 rum kamen auf einmal ganz neue elektronische Klänge - Techno war geboren....und das war genau mein Ding, die Musik auf die ich immer gewartet habe war auf einmal da. Ich habe die ganzen Roots, die Ursuppe mitgemacht - die ersten "Bretter" die auf dem kultigen R&S Label rauskamen oder Nächtelang in Clubs wie dem "Omen" oder dem "Dorian Gray" gefeiert oder Stundenlang in Plattenläden verbracht um die Scheiben zu finden die da in den Clubs liefen. Eine geile Zeit - rund 20 Jahre war Techno mein Soundtrack zum Leben, vor einigen Jahren began das ganze mich eher zu langweilen aber das ist eine andere Geschichte (ich erwähnte das auch mal hier schon irgendwo).

Aber hier geht es um die Geschichte, genauer um die Anfänge. Die fanden damals genau zur Wendezeit statt und so hatte das ehemals geteilte Berlin das Glück mit dem maroden Ostteil der Stadt für einige Jahre eine unberührte und vor allen freie kreative Spielwiese zu haben. Clubs wie der "Tressor" oder das "UFO" oder der "Walfisch" sind legendär und waren damals in Deutschland so bekannt wie heute das Berghain.

Mit dem Hörspiel "The Future is Ours – Als Techno durch die Decke ging" geht Maike Wüllner auf die Spurensuche in die damalige Zeit, es kommen Leute wie Tanith oder Westbam zu Wort (und noch viele andere die ich jetzt hier nicht einzeln aufführen werde) und es gibt im Hintergrund die guten alten Tracks zu hören die schon lange Legendenstatus haben. Zwar logischerweise etwas Berlinlastig aber das paßt schon (kleine Anmerkung von mir: In FFM wurde auch geil gefeiert), dieser komische Sci-Fi Rahmen in die das Hörspiel gepackt wurde hat mich da eher gestört.
Wer Techno mag sollte auf jeden Fall mal reinhören...und danach dann die alten Platten aus dem Regal holen, Okay ?

Der WDR bietet das Hörspiel zum kostenlosen Download an.

Von Maike Wüllner
Regie: Thomas Wolfertz
Redaktion: Natalie Szallies
Produktion: WDR 2014/53‘

Mittwoch, 31. August 2016

Free Music: KINK - "the french Affair"


KINK war vor kurzem im Red Bull Studio zu Gast und hat dort zusammen mit der Sängerin Rachel Row eine nette EP aufgenommen die es für lau gibt. Musikalisch sehr bunt, ein Track ist House, zwei eher monotoner Techno und mit "Nativ" gibt es sogar ein ruhiges Stück. Gefällt.

Die Free EP gibt es bei Soundcloud, die Meldung kam über Electronic Groove rein.

Montag, 1. August 2016

Free Music: Max Jahn "Skyrunner" (Broque 112)


Max Jahn ? OK - der Name ist für viele neu (genauer: nicht so geläufig), der Mensch dahinter ist aber kein Unbekannter. Bis vor einiger Zeit war Max Jahn noch unter dem Künstlernamen Max Cavalerra unterwegs und hat vor allen Dingen auf Broque einige wirklich gute Musik rausgebracht - sein Track "Eternity" aus dem Jahre 2010 ist immer noch einer meiner liebsten Netaudiotracks. Vor einiger Zeit dann über Facebook die Meldung das Jahn sein Alias Cavalerra in Rente schickt und er mit der Musik aufhört bzw auf unbestimmte Zeit Pausieren will. Nun ist die Funkstille vorbei, er macht jetzt unter seinem Bürgerlichen Namen weiter wo er als Cavalerra aufgehört hat.

Das Ergebniss hört auf den Namen "Skyrunner", ein kunterbuntes Album voller Musik in der Schnittmenge von Techno, Dub, House und dem was man früher mal als "Trance" bezeichnet hat als dies noch kein Schimpfwort war. Zudem gibt es einige Soundmäßige Überraschungen wie das Ambientartige "Bells of Life" oder knarzigen Techno in "Sweat Tool" der sich auf dem Dancefloor sicherlich gut machen wird.

Doch es sind wieder diese typischen Tracks mit langen Aufbau die man von Jahn (bzw früher Cavalerra) gewohnt ist, in dieser Schnittmenge aus House, Dub und Techno, mit dieser epischen Breite und den trickreichen Arrangements wo in der Laufzeit auch mal was passiert. Auffällig ist das Jahn von den Sounds her etwas "härter" geworden ist - aber keine Angst, Drumcode ähnlichen Tooltechno gibt es hier nicht.

Ein feines, schickes Album randvoll mit guter elektronischer Musik....und das beste ist: Es gibt es wie immer bei Broque für lau. Zehn neue Tracks plus das gesamte Album nochmal schön kompakt als Nonstop Mix. Wer neugierig geworden ist der schaue bei Broque vorbei, dort gibt es den Free Download und wer Lust hat der kann auch dort zuerst nur einmal Probe hören.

Ein schickes Musikvideo zu "Harmonic Blast" gibt es auch noch

Podcast: Solee "How I meet the Bass #24"


Die Podcast Reihe "How I meet the Bass" hatte ich hier schon einmal vorgestellt - in dieser Reihe stellen Deejays / Produzenten ihre persönlichen klassischen elektronischen Tracks im Mix vor die vor einigen Jahren dafür sorgten das sie mit dem Virus der elektronischen Tanzmusik infiziert wurden. Vor einigen Wochen stellte ich hier den obercoolen Mix von Dave Seaman vor, heute kam die Ausgabe Nummer 24 rein und die wurde von Solee zusammengemixt. Solee ist ganz ein Kind des Früh-90iger Techno und so gibt es einge ganz berühmte klassische Rave Hymnen zu hören - von Underworld "Born Slippy", dem großen Omen Klassiker "Sacred Cycles" von Lazonby, "Amphetamin" von Drax LtD (alias Thomas P Heckmann) bis hin zu Humate oder Cherrymoon Trax (um mal ein paar zu nennen)....wer so um die 45 Jahre alt ist wird hier 60 Minuten lang mit einem sehr dicken Grinsen auf dem Gesicht rumlaufen und einige Erinnerungen an vergangene Tagen im Club haben, das verspreche ich Euch. Unbedingt laut hören !

Freitag, 15. Juli 2016

Neuer Justice Song "Safe & Sound" for Free


Bild unter Creative Commons Attribution 2.0 Generic
Fotograf: Simon Fernandez
Quelle: Wikipedia

Justice sind wieder zurück, ein neues Album ist in der Mache und so als netter Happen für Zwischendurch gibt es den neuen Song "Save and Sound" als kostenlosen Download sowohl im MP3 wie auch im Wave Format. Der Song ist voll mit 70iger Jahre Discosounds, also nicht ganz so unähnlich was Daft Punk so vor einiger Zeit rausgebracht haben.
Den Free Download gibt es hier, den link habe ich über den YouTube Kanal von Because Music und die Meldung kam über Laut.de rein.

Montag, 4. Juli 2016

Psychedelic Videoclip zu "Autobahn" von Kraftwerk



Manchmal gibt es noch Dinge die man nicht kennt - wie diesen 1979 entstandenen Videoclip zu Kraftwerks "Autobahn". Gemacht wurde er von Roger Mainwood, die Jungs von Kraftwerk hatten mit diesem Werk nix zu tun ebensowenig ist bekannt ob sie diesen Kurzfilm mögen. Ein kurzen Interview mit Roger Mainwood findet Ihr hier.

Der Film hat zwar Inhaltlich rein gar nix mit dem Song zu tun, schön aussehen tut es aber trotzdem auch wenn mich manches arg an Daft Punk erinnert...

Kam über George Papadopoulos über Facebook rein, der es wiederum beim Open Culture gefunden hat.

Samstag, 2. Juli 2016

Old School Mixtape von Paul Kalkbrenner "Back to the Future Part 1"


Früher mochte ich Paul Kalkbrenner, "Berlin Calling" fand ich super und was danach Musikalisch von ihm kam war dann nicht mehr so mein Ding. So - Fronten geklärt. Im Grunde hatte ich mit Paul Kalkbrenner abgeschlossen da taucht dieses Mixtape auf das meine Meinung über ihn wieder ins positive änderte. Paul begibt sich auf eine Reise in die Musikalische Vergangenheit und bastelt aus 22 frühen Technoklassikern einen wirklich netten packenden Mix zusammen. Und wie es sich für Old-School gehört dauert der Mix nur 45 Minuten, eben solange wie damals ein analoges Tape lang war (für die heutige junge Generation unverständlich, war aber damals halt so).

Da Paul Kalkbrenner kein DJ war oder ist (auch wenn manche etwas anderes behaupten) hat er das ganze deutlich hörbar digital in seinem Studio zusammmengebaut. Was mich persönlich etwas irritiert ist die Aussage das die Grundlage YouTube Recordings sind, Paul Kalkbrenner ist also offensichtlich kein Plattenkäufer zu jener Zeit gewesen (ok - er ist 1977 geboren, war also zur Techno Anfangszeit gerade mal 13 Jahre alt). Genug der Worte, Mix fürs Wochenende und die anderen beiden Teile dürfen gerne bald kommen.

Hier in Pauls eigenen Worten
Over Christmas 2014 I needed a break from recording
my album, searching online for a song I recalled from
my youth, I fell into a rabbit hole of thousands of
YouTube playlists and posts, rediscovering the songs
my friends and I would gather and listen to as
13 & 14 yr olds every Saturday in East Berlin on Radio DT64
(now Berlin's Radio Fritz).

I stumbled back to the future, collecting over 5000 songs
on YouTube, learning for the first time the artists behind
the songs we heard almost 25 years ago.

The forthcoming trilogy is the result of 18 month
of building edits from YouTube recordings and stitching
them together off-line. I could not include every song,
nor indeed even the entire tracks from this small period
until 1993, so this is my personal history of electronic
music arriving in Berlin.

This trilogy will not be sold, it was a labor of love,
born of nostalgia and made for sharing.


Tracklist
The Source Experience - The Source Experience (R&S, Belgium, 1993)
280 West - Scattered Dreams (Kaleidoscope, US, 1992)
Quadrophonia - Warp Factor One (ARS Productions, Belgium, 1993)
Nelson FFWD Cruz - My House (Minimal, US, 1989)
Frequency - Hey, Hey, Hey (Lower East Side, Netherlands, 1990)
DHS - House of God (Hangman, US, 1990)
Acid Jesus - Fairchild (Klang Elektronik, Germany, 1993)
Master Techno - Red Religion (S.T.D., Belgium , 1992)
AUX 88 - Technology (Direct Beat, US, 1993)
2 for Joy - Manic Joy (Noise, UK, 1990)
Chestnut - Pot of Gold (Natural, Netherlands, 1992)
LFO - LFO (Warp, UK, 1990)
Todd Terry - House is a Feeling (Freeze, US, 1991)
Fingers INC. - I’m strong (R&S, Belgium, 1990)
808 State - Pacific State (ZTT, UK, 1989)
H&M - 88 (Axis, US, 1992)
Brain Pilot - C.N.S. (Nova Zembla, Belgium, 1993)
2 Deeep - X-Pression (DiKi, Belgium, 1990)
Studio X - Los Kings del Mambo (N-Fusion, US, 1992)
Transformer 2 - Pacific Symphony (Sonic, US, 1992)
The B-Sides - Reforced (Music Man, Belgium, 1990)
Aphex Twin - Analogue Bubblebath (Mighty Force, UK, 1991)



Kam über Electronic Groove rein

Mittwoch, 29. Juni 2016

Hörspiel: "Not to touch the Earth" von Tom Noga

Jim Morrison-Denkmal in Berlin-Baumschulenweg im September 2010
Bild unter CC 3.0 Unported
Bildquelle: Wikipedia
Fotograf: SK49

Am 08. Dezember 1943 wird Jim Morrison in Florida geboren, da sein Vater bei der Armee war und dieser dadurch ständig versetzt wurde verlief seine Kindheit etwas Ruhelos. Nach der Highschool studierte er in Los Angeles Film- und Theaterwissenschaft, wo seine radikalen Filme bei den Dozenten weniger gut ankamen.Am Strand von Venice trifft er den Organisten Ray Manzarek und beide beschließen, zusammen mit dem Schlagzeuger John Densmore und dem Gitaristen Robby Krieger eine Band zu gründen - the Doors. Jim Morrison wird der Sänger und schreibt die Texte. Der Erfolg kommt schnell und gewaltig, nach kurzer Zeit sind die Doors Superstars.

Doch mit dem Erfolg kamen die Probleme: Alkohol und Drogen sowie das Problem das sich Jim Morrison eher als Lyriker denn als Rockstar sah sorgten dafür das es innerhalb der Band bereits früh zu Spannungen kam. Die Band hielt trotz der Probleme recht lange durch, nach dem sechsten Album "LA Woman" nahm sich Morrison eine Auszeit - er zog zusammen mit seiner Freundin Pamela nach Paris wo er über sich und seine Zukunft nachdenken wollte.

Am 03.07.1971 (ja - es jährt sich in diesem Jahr zum 45. mal) wird Jim Morrison tot in der Badewanne in seiner Wohnung gefunden. Die Todesursache ist nicht ganz geklärt weil sein Leichnahm sehr schnell und ohne gründliche Untersuchung in Paris begraben wird - die offizielle Todesursache ist "Herzstillstand", Jim Morrison wurde nur 27 Jahre alt.

Die Doors und vor allen ihr Sänger Jim Morrison sind legendär - bis heute. Das kurze, schnelle Leben von Jim Morrison gab es als Buch ("Niemand kommt hier lebend raus" von Jerry Hopkins und Daniel Sugarman) und sogar als Film ("the Doors" von Oliver Stone). Autor Tom Noga - der bereits vor kurzem das hier bereits vorgestellte Hörspiel "Gram" über das Leben von Graham Parson gemacht hat - bastelt aus Spielszenen, Anekdoten, O-Tönen sowie Kommentaren ein sehr kurzweiliges und unterhaltsames Hörspiel über die Doors und Jim Morrison, natürlich garniert mit jede Menge Musik. Sehr gut gemacht - nicht nur für Fans.

Der WDR bietet das Hörspiel zum kostenlosen Download an.

Dienstag, 21. Juni 2016

Free Music: Four Tet "Randoms"


Coverartwork by Jason Evans

Kieran Hebden alias Four Tet ist so nett und haut seine neue Compilation für lau raus (genauer: Name you price, was auf das gleiche rauskommt). "Random" beinhaltet Material welches Four Tet für diverse Compilations gemacht hat und es nun hier in gebündelter Form gibt. Die Tracks entstanden im Zeitraum von 1996 bis 2013, die Musikalische Bandbreite ist genauso weit gefächert wie der Zeitraum wo diese Tracks entstanden. Mal sehr verfrickelte House Entwürfe wie "Nothing to see" oder Geradliniger Techno wie in "For these Times" aber auch Jazzige Sachen sind zu hören. Logisch das bei einer solchen Sammlung der rote Faden fehlt aber dafür ist (zumindestens in der Theorie) für jeden was dabei.

Das ganze gibt es als Name your Price bei Bandcamp, wer will darf gerne ein paar Euro dafür bezahlen muß dies aber nicht tun. Wie immer stehen diverse Dateiformate zur Auswahl, für die Soundpuristen gibt es sogar Verlustfreies WAVE.

Kam über Das Kraftfuttermischwerk rein und auch bei den Blogrebellen ist es ein Thema.

Montag, 20. Juni 2016

Kraut & Rüben - Die Geschichte Deutscher Rockmusik

Bild unter CC 2.0 CC BY-NC-ND 2.0
Bildquelle: Flickr
Fotograf: S Ehlers


Kommen wir zu einem Thema das bei vielen Menschen eher nicht so geläufig ist: Die Deutsche Rockmusik von circa Mitte der 1960iger bis hin zu ungefähr Ende der 1970iger Jahre, von den Engländern gerne auch als Krautrock bezeichnet - einen Begriff der sich später dann auch bei uns durchsetzte obwohl viele Bands mit diesem Begriff eher wenig anfangen konnten. Viele meinen übrigens das Krautrock ein Stil sein, vielmehr ist es nur ein Sammelbegriff für Deutsche Musik deren Bandbreite vom Rock über Elektronik bis hin zu Free Jazz / Jazz Rock reicht. Eine Musikalisch sehr spannende Zeit wo Grenzen aufgebrochen und neu definiert wurden....und die Saat für das gelegt wurde was wir heute so allgemein als Deutsche Rock- und Popmusik bezeichnen.

Das Team vom WDR Rockpalast hat vor einigen Jahren das große Themenfeld "Deutsche Rockmusik" in einer knapp Sechsstündigen Dokumentation sehr ausführlich aufbereitet. Neben den bekannten Bands wie Can, Kraftwerk (die selbstverständlich ein Interview ablehnten) oder Tangerine Dream kommen auch Bands wie Karthago oder Frumpy zu Wort (und noch viele viele andere). Man erfährt etwas über die legendären Essener Songtage 1968 oder über die Geschichte von Rolf-Ulrich Kaiser der als Inhaber der legendären Labels Pilz und Ohr dafür sorgte das vieles von dem was da zusammen musiziert wurde auch in die Plattenläden kam. Witzig (und mir völlig unbekannt) ist auf jeden Fall die Information das z.B. zu jener Zeit der Beruf des Künstlermanagers in Deutschland verboten war und Künstlervermittlungen nur über das Arbeitsamt laufen mußten.

Es wird die gesamte Bandbreite des "Krautrock" teilweise sehr ausführlich vorgestellt, man zählt sogar die Politischen Liedermacher und Politrockbands dazu (hier u.a. natürlich Ton Steine Scherben), ebenso gibt es eine ganze Sendung über die Elektronikkünstler oder über die Deutschen Hardrock Bands. Neben historischen Bildmaterial (in entsprechender Bildqualität) gibt es auch neue Interviews der Musiker die ihr damaliges Wirken mal Ironisch, mal abgeklährt reflektieren.

Also knapp sechs Stunden geballtes Musikwissen, sehr sehenswert und informativ - auf YouTube leider nicht vollständig zu finden aber dafür war jemand so nett und hat alle sechs Folgen bei Dailymotion hochgeladen. Wer also mal etwas Zeit hat der kann mal seinen Musikalisch Horizont erweitern und viele Informationen zu Krautrock bekommen - und wer weiß, eventuell findet man ja hier eine Band deren Musik einem gefällt und die man bis dato nicht auf dem Schirm hatte (bei mir war es Frumpy, deren zweites Album ist eine Bombe...meiner bescheidenen Meinung nach).

Leider will der Mensch der diese Dokumentation hochgeladen hat nicht das man die Filme auf der Webseite einbettet (genauer: man kann sie zwar einbetten aber nicht abspielen sondern man wird auf die Dailymotion Webseite umgeleitet), deshalb hier jetzt die Direktlinks. Ja Ja - warum einfach wenn es auch kompliziert geht....

Folge Eins: Neue Töne braucht das Land
Folge Zwei: Es muß Deutsch sein
Folge Drei: Ab ins Unbekannte
Folge Vier: Vorsicht Kunst !
Folge Fünf: Harte Zeiten
Folge Sechs: Elektrische Impulse

Mittwoch, 8. Juni 2016

Die Amiga Story

Das Plattenlabel Amiga ist bekanntermaßen das Plattenlabel der DDR, gegründet wurde es bereits kurz nach Kriegsende 1947. Veröffentlicht wurde auf Amiga alles - von Schlager über Pop, Volksmusik und Klassik, Jazz und Rockmusik. Neben DDR Künstlern gab es auch Lizenzpressungen von Westkünstlern, meist eigenständig zusammengestellte Best-of Compilations aber auch reguläre Alben. Auf der Coverrückseite vieler dieser LPs befanden sich sehr gute Linernotes über den Künstler die wirklich lesenswert waren (ich hatte mal auf einem Flohmarkt eine Amigapressung von Peter Gabriels So Album in der Hand wo die Karriere des Ex-Genesis Sängers perfekt zusammengefasst wurde. Ich ärgere mich heute noch das ich die damals dem Typen nicht abgekauft habe). Ebenfalls erwähnenswert ist die Amiga Quartett Reihe, eine 7" Vinyl EP mit vier Stücken des jeweiligen Künstlers - also eine Mini-Best-of.
1994 wurde Amiga dann geschlossen, als Markenname existiert das Label aber immer noch.

Diese Dokumentation aus dem Jahre 1998 beleuchtet kurz und knackig die Geschichte des Labels, zwar mit viel Schlagermusik aber trotzdem sehr sehenswert.


Die AMIGA Story from Herr Ungebührlich on Vimeo.

Mittwoch, 25. Mai 2016

Delfin "Melodic Mixtape #5" und Deepgoa "DSNetwork 57"

Delfin "Melodic Mixtape #5"


Über Delfin kann ich nicht viel schreiben weil ich bis vor kurzen nix von ihm gehört hatte. Laut seiner Soundcloud Seite wohnt der gute Mann in London. OK - lassen wir dann mal die Musik sprechen - denn die ist richtig gut. Für Sweet Melodic hat er nämlich die fünfte Ausgabe des "Melodic Mixtapes" zusammengemixt. Schöner Spaciger Techno mit Sommerfeeling, macht richtig Laune. Leider ohne Tracklist...

Tracklist
n/a

Direktlink zu Soundcloud



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Deepgoa - DSNetwork 57


Dem Herrn Deepgoa folge ich schon seit ewigen Zeiten im Internet, er betreibt nämlich einen wirklich sehr lesens- und hörenswerten Musikblog wo man sich ohne Probleme aus dem riesigen Haufen an Musik die Tagtäglich ins Netz gepumpt wird informieren kann. Deepgoa macht auch selber Mixe, zum einen die "DSNight" Serie wo es eher um ruhige Sounds wie Ambient und Artverwantes geht sowie die "DSNetwork" Reihe wo es etwas Tanzbarer zugeht. Die 57. Ausgabe von eben DSNetwork ist verdammt gut geworden - Irgendwo in dieser Grenze zwischen Deepen House und Sommerlichen Techno angesiedelt ist es der perfekte Mix für die private After-Hour im heimischen Garten und wer will darf auch gerne dazu tanzen, das geht nämlich auch.

Tracklist
Nora En Pure - U Got My Body (Return of the Jaded Remix)
Billy Kenny - I Eat Beats (Ardalan Remix)
Nora En Pure & Sons Of Maria - Uruguay (EDXS Dubai Skyline Remix)
Raphael Topas - Freedom (Matthias Freudmann Remix)
Matthew Norrs - Don't Look Back (Original Mix)
Angus & Julia Stone - Grizzly Bear (Lakechild Remix)
The Avener Feat. Rodriguez - Hate Street Dialogue
Prok & Fitch - One Of These Days
Carl Vanvittel - Dance (Urban City Mix)
Oliver Heldens & Shaun Frank - Shades Of Grey
Marcelo Wallace - I Don't Care
Croatia Squad - Back to Life (Original Mix)
Disclosure feat. Gregory Porter - Holding On
Tom Staar - Higher

Direktlink zu Soundcloud

Hörspiel: "Grund GmbH" von Benjamin Quabeck und Philip Stegers


Foto unter CC Lizenz CC0 (Public Domain / Gemeinfrei)
Bildquelle: Pixabay
Fotograf: Jarmoluk

Nachdem sein Vater verstorben ist erbt Robert Grund den gesamten Familienbesitz, u.a. eine Baufirma, ein großes Firmenanwesen und jede Menge offene Fragen. Mit der Buchhaltung hatte es sein Vater nicht so und selbst ein befreundeter Buchhalter hat Mühe durch die Geschäftsbücher mit seltsamen Eingängen und Ausgaben durchzusteigen. Auf den Firmengelände finden sich auf einmal jede Menge Flüchtlinge wo auch lange Zeit nicht klar ist woher sie kommen und was sie auf dem Firmengelände machen. Dann die Frage nach dem Mädchen mit blauen Haaren, wer ist sie und welche Bedeutung hat sie ? Die Familiengeschichter der Familie Grund hat viele Geheimnisse bei denen u.a. ein Kinderbuch eine wichtige Rolle spielt...

Benjamin Quabeck dürfte dem ein oder anderen als Filmemacher ein Begriff sein, so hat er (meiner bescheidenen Meinung nach) zwei der schönsten Deutschen Filme in den letzten Jahren gemacht: "Nichts bereuen" aus dem Jahre 2001 sowie "Verschwende Deine Jugend" aus dem Jahre 2003. Neben einigen Musikvideos sowie die Regie bei einigen TV Serienfolgen waren das auch leider die einzigen Spielfilme die Quabeck bis dato gemacht hat. Seit einigen Jahren hat er das Medium gewechselt und produziert für den WDR Hörspiele. "Grund GmbH" stammt aus dem Jahre 2005 und wurde zusammen mit Philip Stegers realisiert, der bei Quabeck sowohl beim Hörspiel wie auch beim Film immer für die Musik zuständig ist (unter seinem Pseudonym Lee Buddah).
Auf mich wirkte das rund zweiundhalbstündige Hörspiel wie ein Drehbuch zu einem Film der nie realisiert wurde. Quabeck nimmt sich für die Geschichte viel Zeit und es dauert etwas bis es Fahrt aufnimmt. Man sollte sich also als Hörer zunächst etwas Ruhe gönnen und sich die Zeit nehmen das die Geschichte sich entfalten kann, denn es lohnt sich. Dieser Genremix (Familiendrama mit Thriller - klingt im ersten Moment etwas seltsam) zieht einen aber nach einer gewissen Zeit in den Bann. Die Sprecher passen zu ihren Rollen (u.a. mit Denis Moschitto - der schon sehr oft mit Quabeck zusammengearbeitet hat) und die Musik von Lee Buddah gefällt ebenfalls.

Der WDR bietet alle drei Teile zum kostenlosen Download an - vermeidet es aber bitte die Texte auf der 1Live Webseite zu lesen, weil hier ziemlich viel von der Handlung gespoilert wird.

Länge: 51 / 53 / 54 Minuten
Musik: Lee Buddah
Produktion: WDR 2005
Regie: Benjamin Quabeck
Redaktion: Natalie Szallies

Samstag, 21. Mai 2016

Solee - Noisily Podcast 04


Netter Sommerlicher Technomix von Normen Flaskamp alias Solee für das Noisily Festival, das am 07. bis 10. July in Leicestershire stattfindet. Schöner etwas Spaciger Techno- und Housesound, Mixtechnisch perfekt gemacht mit einem tollen Spannungbogen. Was er da so auflegt ist leider unbekannt da der gute Mann keine Trackliste beigefügt hat. Aber das soll ja das Vergnügen nicht trüben.

Am Wochenende soll es ja mal (zur Abwechslung) schönes Wetter geben - hier ist der Soundtrack dazu. Viel Spaß.
Direktlink zu Soundcloud

Tracklist
n/a

Samstag, 14. Mai 2016

Hörspiel: "Kilroy was here" von Robert Weber


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Fotograf: LoboStudioHamburg

In der Asservatenkammer der Berliner Polizei geht eine Bombe hoch, kurze Zeit später fallen in der Hauptstadt sämtliche Ampel aus und Berlin versinkt im Chaos. Genau zu diesem Zeitpunkt findet der größte Kunstraub aller Zeiten statt. Alle Ereignisse haben eine Gemeinsamkeit: An der Wänden der jeweiligen Tatorte stehen die Zeilen "Kilroy was here". Mehr noch - besagter Kilroy war angeblich auch an dem Mord an Uwe Barschel beteiligt und an einem Raub der Deutschen Goldreserven in Fort Knox. Und Kilroy ist dreist - er sucht sogar ganz bewußt den Kontakt mit der Polizei...Was will Kilroy ? Geld Macht ? Oder etwas ganz anderes...?

Anschnallen - hier gibt es Tempo und Action wie man es nur so im Kino gewöhnt ist. "Kilroy was here" ist feinstes Actionkopfkino das einfach nur Spaß macht. Autor Robert Weber bastelt aus Fakten und Halbwahrheiten ein ziemlich unwiederstehliches Hörspiel, da verzeiht man auch so unnötige Running-Gags wie den schusseligen Assistenten der immer ohne anzuklopfen ins Büro einfällt. Auch das Sounddesign gefällt, lediglich bei der Musik hätte man etwas kreativer sein können, denn sowohl die Melodie aus "Mission Impossible" als auch die Effekte aus der TV Serie "24" sind etwas zu oft in der Vergangeheit benutzt worden.

Die Story ist spannend erzählt, die Sprecher passen auch bestens zu ihren Rollen - ein sehr gutes rund 90 Minütiges Hörspiel hat der SWR da auf die Beine gestellt. Leider bleiben am Ende viele Fragen unbeantwortet - vor allen darf man sich nicht fragen Wie das ganze nun abgelaufen ist...diese Antwort bleibt man uns vorerst schuldig. Da es aber einen Klippenhänger gibt gehe ich ganz schwer davon aus das da noch mehr Folgen kommen...hoffe ich mal.

Der SWR bietet das vierteilige Hörspiel zum kostenlosen Download an, leider hat man den Ansager mit auf der Datei gelassen so das man alle vier MP3 Dateien mit dem MPDirectCut noch nachbearbeiten muß, dafür kann man dann mit der ebenfalls in diesem Programm enthaltenen "Serienfunktion" die vier Teile zu einer Datei zusammenverbinden (zum Glück sind zwischen Ansage und Hörspielbeginn eine Pause so das man ohne Probleme schneiden kann).

Die vier Teile
Teil Eins Beute Kunst
Teil Zwei Der Voynich-Code
Teil Drei Siegfrieds Rache
Teil Vier Der Sturm

PS: Wem der Titel "Kilroy was here" bekannt vorkommen sollte - es gab im Jahre 1983 eine Rockoper der US Band Styx gleichen Namens, der bekannteste Song dürfte allen Ü40 Lesern bekannt sein - "Mr Roboto". Eben dieser Song taucht auch immer am Anfang des Hörspiels auf, die Handlung hat aber mit dem gleichnamigen Konzeptalbum von Styx nichts gemeinsam.

Samstag, 23. April 2016

The Entire Prince in One Hour


Foto unter CC Lizenz CC0 (Public Domain / Gemeinfrei)
Bildquelle: Pixabay
Fotograf: Profile

Am Donnerstag den 21.04.2016 verstarb der Musiker Prince - als ich von dieser Meldung gegen Abend erfuhr wollte ich zuerst auch ein paar Zeilen hier in meinem Blog schreiben, nahm aber dann Abstand davon...einfach weil bei solchen traurigen Ereignissen in den üblichen Sozialen Kanälen es schon fast einen unausgeschriebenen Wettbewerb gibt, wer die größte beste öffentliche Trauerbekundung macht und da wollte ich ursprünglich nicht mitmachen. Aber es ist wie es ist, sein Tod beschäftigte mich dann doch mehr als ich wollte. Wohl auch weil er - wie für viele meiner Generation - den Soundtrack der Jugend mitgeprägt hat.

Damals in den 80igern mußte man sich nämlich entscheiden - bist Du nun Michael Jackson Fan oder Fan von Prince ? Beides ging nämlich nicht. Das war wie bei unseren Eltern, die mußten sich auch entscheiden ob man Fan der Beatles oder der Rolling Stones war. Michael Jackson war nie so mein Fall (auch wenn ich ihn als Inovator anerkenne), der sang immer vom Frieden, das sich alle lieb haben sollten und tanzte mit Kindern im Kreis ins Märchenland. Wenn er dann auf Straße machte wie in "Bad" dann wirkte das imo ziemlich aufgesetzt - nicht meine Welt. Prince war da anders, der war dirty, da war Funk und da war Sex - obwohl man als Jugendlicher damals kaum die Texte richtig verstand, man merkte einfach um was es bei ihm ging.

Die 80iger waren seine kreative Zeit, im Jahresturnus brachte er neue Alben raus die immer zumindestens "gut" waren, meist aber sogar besser als gut. Er wechselte jedesmal Sound und Stil und auch das Optische Konzept. Er war nie langweilig und er war kreativ. Leider kam er dann als die 90iger kamen etwas ins strudeln, was auch an seinem öffentlichen Knatsch mit seiner Plattenfirma Warner lag. Auf einmal war er nicht mehr Prince sondern ein Symbol - man lachte damals über ihn, fand diese Aktion Kindisch. Rückblickend muß man sagen das er durchaus eine wichtige Frage zum Thema Künstlerechte in den Raum warf, nur war er da seiner Zeit etwas voraus.

Er wechselte schließlich die Plattenfirmen wie andere die Unterhose und wurde Musikalisch leider etwas unbedeutend, was auch an den teilweise sehr durchschnittlichen Platten lag. Einen großen Hit hatte er dann doch noch in dieser Zeit - "the most beautiful Girl in the World", der meiner Meinung nach kitschigste Song den Prince je gemacht hat. Mit dem aufkommen des Internets war er dann schon wieder seiner Zeit voraus und vertrieb sich selber. Er entwickelte sogar ein Abomodell, ähnlich dem was der Londoner Fabric Club seit vielen Jahren mit seinen Mix CDs anbietet. Doch ein kreativer Musiker muß nicht zwingend ein guter Geschäftsman sein, das ganze Projekt funktionierte nicht. Damals lachte man auch über seine Aussage das man Majorplattenfirmen nicht brauche...heute wissen wir das er da durchaus Recht hatte.

In den letzten Jahren war er dann einfach da, zwar jetzt nicht mit Hits aber er war da. Sein Kampf gegen YouTube und Konsorten wurde zu Anfang auch eher belächelt, aber auch hier ging er früh auf das Thema Künstlerrechte im Netz ein (ebenfalls ein Thema was immer noch aktuell ist), so das all seine Musikvideos eben nicht verfügbar sind.
Und nun ist er tot, man kann es irgendwie immer noch nicht glauben. Kann, ja darf so einer wie Prince überhaupt sterben ? Ja, er kann...leider !

Seine alten CDs werden sich jetzt wieder richtig gut verkaufen, nächste Woche kommt sogar ein neues Album von ihm raus das sicherlich ganz nach oben in die Charts gehen wird. In den nächsten Jahren werden die Geier sein angeblich riesiges Archiv plündern und all die unveröffentlichen Songs rausbringen die da lagern.

Warum ich all das schreibe ? Weil gestern abend WDR3 kurzfristig sein Radioprogramm geändert hat und die Soundcollage "The Entire Prince in One Hour" sendete, die 1996 entstanden ist. Alexander Schuhmacher bastelte aus 280 Songs, die Prince von 1978 bis 1996 veröffentlicht hat eine knapp Einstündige Musikcollage zusammen. Über die Qualität des ganzen läßt sich streiten, Prince hätte sie sicherlich weniger gefallen. Aber es ist origineller als zum x-ten male "Purple Rain" zu posten. Dieser wilde Ritt durch den Backkatalog zeigt zumindestens Ansatzweise was für eine kreative Kraft Prince war.

Wie lange der WDR diese Soundreise im Netz stehen läßt kann ich nicht sagen, ein Download ist selbstverständlich nicht direkt möglich....vermutlich haben die meisten von diesem Teil eh nix mitbekommen. Wer es sich mal anhören will der schaue hier mal vorbei.
Und wer einen Tip von mir will - kauft alle Alben von "1999" bis hin zu "Diamonds and Pearls", dann habt ihr Prince in all seiner kreativen Pracht und besser als irgendeine doofe Best-of Sammlung wo nur die Hits drauf sind ist es auch (ich mag Best-of Sammlungen nicht besonders).

RIP Prince und Danke für die Musik.

Freitag, 8. April 2016

Free Music: Moby - "Long Ambients 1: Calm. Sleep."


Moby ist so einer auf den sich fast jeder irgendwie einigen kann, einfach weil er im Verlauf seiner langen Karriere schon soviel unterschiedliche Sachen gemacht hat. Egal ob seine Zeit in den frühen 90igern wo er von harten Techno ("Thousand") bis hin zu frühen Trance ("Go") die Tanzflächen beschallte, er mal zeitweise Punkrock machte oder eben seit einiger Zeit mit melancholischen Pop in den Charts dieser Welt zu Hause ist. Verrückte Ideen hat er auch manchmal, am besten gefiel mir besonders die Bonus CD zum Album "Everything is wrong" wo es über 40 Minuten Meeresrauschen zu hören gab dem er den passenden Titel "Underwater" gab.

Ambient ist ein gutes Stichwort - denn Moby hat jetzt ein kostenloses Album mit dem Titel "Long Ambients 1: Calm. Sleep." veröffentlicht, wo er insgesamt 4 Stunden Ambientmusik versammelt hat. Ursprunglich zu seinem eigenen, persönlichen Gebrauch gemacht (Yoga, Einschlafhilfe etc) gibt er dieses nun kostenlos an seine Fans weiter. Wer also 4 Stunden ruhige Musik haben will (Zitat: it’s really quiet: no drums, no vocals, just very slow calm pretty chords and sounds and things for sleeping and yoga) der ist hier also richtig.
Man kann es über diverse Streaming Plattformen hören oder aber direkt downloaden, wobei der Download über Mobys Webstore läuft.

Wer also will der darf kann und soll das hier tun - viel Spaß und gute Entspannung.

Kam über Facebook von 17408sound rein - vielen Dank für den Hinweis

Samstag, 12. März 2016

"Unendlicher Spaß" - ein Hörspielprojekt zum mitmachen


Der WDR hat zusammen mit dem Bayrischen Rundfunk, dem Deutschlandfunk, der Film und Medienstifftung NRW, dem Verlag Kiepenheuer und Witsch sowie der Kunstsammlung NRW ein ungewöhnliches Projekt ins Leben gerufen: Der Roman "Unendlicher Spaß" von David Foster Wallace soll komplett ungekürzt als Hörspiel / Hörbuch produziert werden. Das Werk ist mit Fußnoten und Anhang mal eben schlappe 1545 Seiten dick und wurde vom Time Magazin zu einem der 100 einflußreichsten Romane gewählt. Das beste: Bei diesem Projekt kann jeder von uns mitmachen....

Ja - das ist kein Witz. Jeder von uns kann sich eine Seite aus dem Roman aussuchen und diese dann zu Hause aufnehmen, entweder mit dem Handy oder aber mit einem Headset am heimischen PC. Jede Aufnahme soll dann auch tatsächlich verwendet werden und somit wird jeder der da mitmacht zu einem Teil eines großen ganzen.
Gibt es einen Pferdefuß ? Indirekt ja - denn der Roman ist alles andere als ein leichter Brocken. Lange Schachtelsätze, jede Menge Fremdwörter und ein recht eigenwilliger Schreibstil (der Übersetzter des Romans Ulrich Blumenbach brauchte sechs (!!!) Jahre um den Roman ins Deutsche zu übersetzen - das erklärt einiges). Wer sich also zutraut sowas richtig gut zu lesen der kann und darf da gerne mitmachen.
Nach und nach sollen die einzelnen Kapitel und Szenen Online gestellt werden und diese sind dann auch zum kostenlosen Download. Die ersten Teile sind auch schon Online, u.a. hat der Übersetzer Ulrich Blumenbach die 388 Anmerkung bereits eingelesen. Man geht davon aus das dieses Projekt rund ein Jahr laufen wird, das ganze soll dann eine Gesamtlaufzeit von geschätzt 100 Stunden haben.

Ebenfalls dazu wird Musik gemacht, von einer sogenannten "Goldenen Maschine", einem analogen Synthesizer der angeblich keine Wiederholungen vom Klang zuläßt. Nun gut - wer also will der darf jetzt sich schon mal die Stimmbänder ölen und sich schonmal eine Wunschseite reservieren. Viel Spaß beim vorlesen.

Mehr Infos, die Live Webcam zur "Goldenen Maschine", die Seiten zum Vorlesen, ein FAQ und vieles mehr sowie die Uploadmöglichkeit findet ihr auf der Webseite Unendliches Spiel - laßt mal hören wer von Euch da mitgemacht hat.

Samstag, 5. März 2016

Podcast: DJ OlliS "Aurea Mediocritas (Februar 2016)"

Von 1990 an habe ich Techno und House gehört, quasi von Anfang an. Alles mitgemacht Musikalisch, von Trance, Rave und Kommerz über die Minimalwelle und den Retrosound, die Schranzwelle (was irgendwie nie so meines war) und so weiter... Über 20 Jahre hörte ich durchgehend diesen Sound, doch so vor einigen Jahren ödete mich das ganze ziemlich an. Vor allen dieser sogenannte Berlin House Sound (wie es das Britische Mixmag so schön treffend formulierte) ging mir recht schnell auf die Nerven - weil kein House. House ist für mich Musik die sexy sein muß und was da so aus dieser Ecke kam (ich nenne jetzt keine Namen) ödete mich einfach nur an, da war kein Sex drin sondern eher der Drang sich schlafen zu legen. 08/15 Beats, gestreckt auf 10 Minuten Länge wo rein gar nix passierte sondern einfach einige Takte endlos geloopt wurden. Sorry - für den Scheiß bin ich zu alt...oder ich nehme die falschen Drogen..keine Ahnung. Zudem ist ja auch mein Lebensmotto "Das Leben ist zu kurz für schlechte Musik" und das war nun einmal in meinen Augen (genauer Ohren) schlechte Musik.

Seit einiger Zeit bin ich also raus aus der Szene, ich habe kaum noch Ahnung was angesagt ist. Aber den ein oder anderen DJ behalte ich aus alter Gewohnheit im Auge. Und einer dieser DJs ist OlliS aus Finnland. Der ist jetzt kein Big Name aber über die Jahre hinweg hat er mich immer wieder mit großartigen Mixen versorgt die sowohl Technisch wie auch von der Musikalischen Qualität für mich absolut überzeugend waren. Mehr noch - die Tracklisten seiner Mixe waren zeitweise sogar Einkaufszettel für mich gewesen, ich habe immer wieder mehrere Tracks aus seinen Mixen dann auch gekauft, entweder als Download oder (wenn möglich bzw vorhanden) auf Vinyl. Ein besseres Kompliment kann man wohl nicht machen.

Nun, vor einigen Tagen hat OlliS seine neuste Ausgabe von "Aurea Mediocritas" (das bedeutet übrigens "der goldene Mittelweg") bei Mixcloud eingestellt - seiner Show bei Frisky Radio. Und was soll ich sagen ? Direkt von Anfang an war da wieder dieses Gefühl auf einen DJ zu treffen der einen mit seiner Musikauswahl mitten ins Herz und in die Beine trifft. Da war wieder das was ich immer früher gefühlt habe wenn ich solche Musik gehört habe. Denn OlliS macht diesen großartigen Spagat zwischen House und Techno, von Kommerz und Underground wie ihn kaum ein anderer DJ hinbekommt - eben dieser goldene Mittelweg. Und tatsächlich sind da auch wieder Tracks dabei die ich wohl kaufen werde...

Tracklist
01. Lana Del Ray - Summertime Sadness (Asadinho Main Vocal Mix) [RvS]
02. Mano Le Tough - Everything You’ve Done Before (Dixon Remix) [Permanent Vacation]
03. Vaults - Cry No More (Sasha Remix) [Virgin EMI]
04. DAVI - The Time Has Come [Anjunadeep]
05. Miss Melera - Faith (Einmusik Remix) [Einmusika Recordings]
06. Miyagi - Don’t Bother Me (Einmusik Remix) [Der Turnbeutel]
07. Pete Tong & John Monkman - PHÃENIX [Kompakt]
08. Einmusik - System [Einmusika Recordings]
09. Ali Love - Emperor feat. Kali (Maceo Plex Last Disco Remix) [Crosstown Rebels]
10. Maceo Plex - Conjure Balearia [Ellum]
11. Andain - Beautiful Things (Kastis Torrau & Donatello Remix) [Black Hole Redorgins]
12. Luzon - The Baguio Track (Victor Ruiz Remix) [Yoshitoshi Recordings]
13. Shosho & The Forerunners - Friendly Fire [audio tonic Records]
14. Loquai & Ewan Rill - Beat Meditation (Artem Kalab Remix) [Particles]
15. Arthur Oskan - Lovebug [Cityfox]
16. Pryda - F12 [Pryda Recordings]
17. Paolo Mojo - 1983 (Eric Prydz Remix) [Pryda Friends]
18. Faithess - Sun To Me (Mark Knight Co-production Mix) [Toolroom]
19. Eric Prydz - Opus [Pryda Recordings]


Freitag, 26. Februar 2016

Michael Münzing live im Dorian Gray 1983

Foto unter CC BY-SA 3.0
Quelle: Wikipedia
Fotograf: Timo Stoll

Machen wir eine kleine Zeitreise - es ist Samstag der 3. Dezember 1983, wir sind in der legendären Discothek Dorian Gray im Frankfurter Flughafen und hinter den Plattentellern im großen Club steht Michael Münzing. Es ist also eine Zeit wo es in Sachen Musikstil in den Discotheken noch etwas wild und durcheinander zugeht. Münzing macht ein buntes Programm aus Italo Disco, Old-School Hip Hop und Soul, New Wave und Pop. Es war noch eine Zeit wo die Musik von Plattenspielern (hier Thorens MKII) kam und nicht aus dem PC mit Hilfe von Software zusammengemischt wurde. Es war noch (Sprichwörtlich) handwerkliches Können beim DJ gefragt und was Münzing hier Mixtechnisch abzieht ist wirklich beeindruckend. Hier ist alles noch richtige Handarbeit.

Denn es gab ein Tapedeck und so hat Michael Münzing zwei C90 Kasetten mitlaufen lassen und diesen Abend (zum Teil) aufgezeichnet. Und jetzt, 33 Jahre später war Er so nett und hat diese rund drei Stunden aus seinem Archiv geholt und auf seinem Soundcloud Account hochgeladen. Soundtechnisch klingt das ganze erstaunlich gut und frisch, ein hörenswertes Zeitdokument sowohl technisch wie Musikalisch.

Und hier in eigenen Worten von Michael Münzing
"At the early 80s, there was no Technics no CDs no Traktor, i mixed on Thorens MKII, at the Big Club at Dorian Gray in Frankfurt, starting from 21:00 untill 11:00 next morning, no break no drugs, when music in Clubs was pure soul, everything mixed together Rap, Disco, Soul, Electronic, New Wave. i DJed there from 1982 to 1985 with the best Lightjockeys in the World, Ferno Madmud, Frank Hildmann, Andreas Röhl and Uwe Heinzelman. Without this fantastic journey i would never become such a successful Musicproducer and Songwriter. Thanks to Gerd Schüler and Michael Presinger to let me rock there Club"



Dienstag, 23. Februar 2016

Podcast: Dave Seaman "How I meet the Bass #14"


Die Podcast Reihe "How I meet the Bass" von Marc DePulse sind nicht nur einfache aktuelle Promomixe von DJs sondern sollen Musikalisch aufzeigen wie der Musikalische Weg des jeweiligen DJs stattfand - mit anderen Worten: Hier gibt es OldSchool Sounds mit eben jenen Stücken die dafür sorgten das eben die jeweiligen DJs zu dem wurden was sie heute sind.

Ausgabe Nummer 14 kommt von Dave Seaman und ist eine ziemlich Coole Angelegenheit geworden. Seaman - Jahrgang 1968 - mischt sich nämlich kräftig durch Old-School Electro, New Wave und Synthiepop, das komplette Früh-80iger Programm halt. Das macht er wie bei ihm üblich ziemlich cool und locker, so mixt er in Kraftwerks "Trans-Europa-Express" mal eben "Situations" von Yazoo...und es funktioniert bestens.

und in seinen eigenen Worten
"When Marc invited me to take part in his HOW I MET THE BASS series, where DJs and producers relate some of their early influences in dance music, I decided to bypass the halcyon days of acid house, which is ground I’ve covered many times before, and go even further back. This mix spans the mid 1980s and features some the anthems of my youth. From the electro of my breakdancing days to the proto-house of my early clubbing adventures and my obsession with the New York nightlife of the time, this is How I Met The Bass. Hope you like it."

Einer der Mixe die ich selber gerne mal gemacht hätte, die Platten stehen (fast) alle hier bei mir im Schrank. Nun gut, Dave war schneller und der kann das auch besser. Also viel Spaß und wer alle Tracks erkennt ist ziemlich sicher Ü40....



Kam über die Facebookseite von Dave Seaman rein

Berühmte Alben als Bücher

Lustige Posteridee aus UK - was wäre wenn Musiker nicht eben Musiker geworden wären sondern Buchautoren ? Auf diesen Postern werden berühmte Alben als Bücher dargestellt, wobei jeder Songtitel ein Buch darstellt.
Im Falle von Depeche Mode "Music for the Masses" sieht das dann so aus...


Neben Depeche Mode gibt es noch Kraftwerk (Stilecht als gelbes Reclam Heft), Radiohead, Pink Floyd und noch jede Menege andere. Mit rund 25 Britischen Pfund (plus Versand) aber keine günstige Art sein Musikzimmer zu schmücken, zumal man noch den Rahmen dazu kaufen muß....

Sonntag, 21. Februar 2016

Cup Song Cover von ElovY

Man nehme: einen Holztisch im Wald, einen großen Plastikbecher, zwei Hände und eine schöne Stimme - fertig ist der gute Laune Song für diesen (Wettertechnisch be...scheidenen) Sonntag von ElovY.




Kam über den Twitteraccount von ElovY rein

Samstag, 20. Februar 2016

Free Music: Joe Bonamassa "Drive"


Und nochmal Joe Bonamassa, hatten wir hier ja schon einmal. Der gute Joe ist Albumkünstler und Singles aus seinem Album dienen eher dazu das jeweilige Album zu bewerben. Also warum eine Single verkaufen - man kann sie auch verschenken. Und das macht Joe Bonamassa diesmal. Sein neuer Song "Drive" aus dem kommenden Album "Blues of Desperation" (VÖ Datum: 25.03.2016) gibt es diesmal für lau...und das beste: In feinster WAVE Qualität. Da nimmt man doch gerne in Kauf das man auf eine Mailing Liste gesetzt wird (wie schon einmal hier erwähnt - was Promotion in den modernen Medien angeht ist Joe Bonamassa Meister).

Ein nettes Video gibt es auch dazu - wem also der Song gefällt der klicke hier und wie schon erwähnt: es ist eine WAVE Datei mit 55 MB, nicht das mir hier über die Dateigröße gemotzt wird....



kam über Laut.de rein, die Facebookseite von Joe Bonamassa hat es auch gemeldet.

Freitag, 19. Februar 2016

Kurzfilm: "Tango"

"Tango" ist ein Kurzfilm von dem Polnischen Filmemacher Zbigniew Rybczyński (ich habe KEINE Ahnung wie das ausgesprochen wird !) aus dem Jahre 1980, der im Jahr 1983 den Oscar für den besten animierten Kurzfilm erhielt (als erster Polnischer Film überhaupt).
Wem jetzt der Name Zbigniew Rybczyński im ersten Moment nix sagt (was ich verstehen kann) dem sei gesagt das er durchaus die ein oder andere Arbeit von ihm kennen könnte - sofern er in den 80iger Jahren seine Kindheit / Jugend vorm Fernseher mit MTV verbracht hat. Denn Zbigniew Rybczyński drehte nach seiner Flucht aus Polen für diverse Pop- und Rocksongs Musikvideos, so u.a. für die Pet Shop Boys ("Opportunities (let´s make some Money" 2nd Version) oder für the Art of Noise ("Close to the Edit") - eine genaue Auflistung seiner Arbeiten findet man auf der Englischen Wikipediaseite oder auf seiner eigenen Webseite.

Doch zurück zu "Tango". Ich habe diesen Kurzfilm vor Jahren irgendwie durch Zufall auf irgendeinem Kultursender (also entweder ARTE oder 3SAT) gesehen und war von ihm mächtig beeindruckt. Heutzutage ist das ganze mit Computertechnik wesentlich einfacher zu realisieren, doch die gab es 1980 generell noch nicht und erst Recht nicht in Polen. Hier ist noch alles in Handarbeit zusammengebastelt worden - Arbeitszeit 7 Monate bei 16 Stunden Arbeitszeit pro Tag, wie genau er das alles machte erzählt er auf seiner Webseite, inklusive helfenden Zeichnungen (direkter link leider nicht möglich - einfach auf "Filmography" klicken und dann bei 1980 "Tango" auswählen).

Heraus kam der ultimative Gehirnfick, genau das richtige fürs Wochenende. Leider sind von der Qualität her gute Kopien dieses Films nur recht schwer zu finden, das was ich hier habe dürfte Qualitativ die beste sein.

Hier übrigens noch eine schöne Beschreibung vom Mitternachtskino


Tango (Studio SeMaFor-Zbigniew Rybszynski, 1980) from Rico Lins +Studio on Vimeo.

Mittwoch, 17. Februar 2016

Free Music: Mindspeak - "Pictures"


Mindspeak kommen aus Wien, bestehen aus vier Musikern und einer Sängerin und diese haben im Januar 2014 ihr Debütalbum "Pictures" auf eigene Rechnung rausgebracht. "Pictures" ist (soweit ich das richtig verstanden habe - ich verfolge Texte eher so nebenbei und gehe dabei selten in die Tiefe) ein Konzeptalbum über die Bilder die angeblich beim Ableben im Kopf entstehen. Zu hören gibt es rund 60 Minuten melodischen Progressive Rock bei dem die Gitarre gerne auch mal etwas härter zur Sache gehen darf, es gibt Passagen mit mehrstimmingen Gesang und Instrumente wie Saxophone oder Klarinette zu hören. In einer Review bei den Babyblauen Seiten werden Parralellen zu Spocks Beard, Dream Theater oder den Flower Kings gezogen - was man von solchen Vergleichen halten kann sollte man sich selber ausmachen.

Mir gefällt das Album einfach, weil hier junge Musiker das machen worauf sie Bock haben und nicht auf irgendwelche Kommerzielle Belange Rücksicht nehmen - den Radiotaugliche Musik gibt es hier nicht. Im ersten Moment mag die Stimme von Sängerin Viktoria Simon etwas seltsam klingen und so gar nicht in das Musikalische Umfeld passen. Hat man sich erstmal an ihre Stimme gewöhnt dann ist es genau die eigenwillige Note die vielen Bands abgeht. Die junge Frau macht einen tadellosen Job, man muß ihr nur eine Chance geben.

Klar - das Rad wird hier nicht neu erfunden und man mag Mindspeak vorwerfen das sie sich einmal kreuz und quer in bekannten Musikalische Gefilden bedienen und bewegen. Aber die Musiker sind noch jung (Altersspanne 20 bis 25 Jahre), da darf man Kompositorisches Neuland sicherlich nicht erwarten.

"Pictures" ist ein gut zu hörendes, größtenteils sehr melodisches Album mit hohem Instrumental Anteil und einer Sängerin die für dieses Genre eine etwas ungewöhnlichen Stimme hat (bei den BBS wird die Stimme übrigens als "aufdringlich" bezeichnet - etwas was ich eben nicht so sehe bzw höre).

Die Band gibt ihr Album bei Bandcamp in der pay-what-you-want Variante ab, ohne Minimum - man kann also auch Null Euro eingeben aber ganz ehrlich: Das ganze ist so gut produziert das man durchaus ein paar Euro freiwillig dafür bezahlen kann. Wer es Old School mäßig mag (und die Band Geldmäßig unterstützen will) für den gibt es eine CD Version für nur 12 Euro zu bestellen. Eine Live Version ist auch erhältlich.

Sonntag, 14. Februar 2016

Hörspiel "Fast Genial" von Benedict Wells


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Francis Dean ist (fast) 18 Jahre alt und erfährt nach einem Selbstmordversuch seiner Mutter das er seine Existenz einer Samenbank verdankt die als Samenspender hochgebildete Männer hatte - eine "Samenbank der Genies" sozusagen. Zusammen mit der etwas seltsamen Anne May sowie seines besten Freundes Grover macht sich Francis auf die Suche nach seinem genialen hochgebildeten Vater. Die Suche geht quer durch die USA und führt ihn sogar nach Mexiko - doch sein Vater entpuppt sich nicht gerade als das was Francis erwartet hat, obwohl ihm auf der Reise schon einige Zweifel gekommen sind...

Ich kenne die Literarische Vorlage nicht, kann also somit nicht beurteilen ob dieses Hörspiel dem zugrunde liegenden Buch gerecht wird. Das Taschenbuch aus dem Diogenes Verlag hat 336 Seiten, das man soviel in ein Hörspiel von knapp 49 Minuten Laufzeit quetscht ist aber schon etwas verwunderlich. Ich nehme also mal stark an das da viel rausgekürzt wurde, zudem merkt man beim hören das einiges ziemlich gehetzt wirkt.
Das ist insofern schade weil das ganze nämlich wirklich schön zu hören ist - die Story macht (nach einem etwas seltsamen Einstieg) Spaß und irgendwie hätte man gerne noch mehr von dem ungleichen Jugendlichen Trio gehört. Aber was nicht ist ist halt nicht - so bleibt ein kurzes aber unterhaltsames Hörspiel mit viel Hip Hop Musik.

Der WDR bietet das Hörspiel zum kostenlosen Download an.

Produktion: WDR 2012
Bearbeitung und Regie: Anja Herrenbrück
Redaktion: Georg Bühren

Kurzfilm "Zehn hoch"

Kommen wir mal wieder zum Thema "Bildungsauftrag" weil das Leben besteht nicht nur aus dem Download von Musik und Hörspielen - wer meinen Blog hier besucht soll auch mal was fürs spätere Leben mitnehmen.

Heute also steht hier bei mir Astrophysik auf dem Lehrplan. "Zehn hoch" ist ein Kurzfilm aus dem Jahre 1977 von Charles und Ray Eames und in diesem Film bekommt man recht schon das Thema Zehnerpotenzen und wie man Entfernung und Größe einschätzen kann. Der Film beginnt mit einer Einstellung auf ein Paar das am Michigansee ein Picknick macht, gedreht aus einem Meter Entfernung mit einem Bildausschnitt von ein Meter mal ein Meter. Alle zehn Sekunden entfernt sich die Kamera eine Zehnerpotenz weiter weg bis wir dann am Rande des Universums bei 10 hoch 24 Meter sind.
Danach geht es in die Tiefe der Menschlichen Haut bis wir bei 10 hoch -16 Meter sind und Atome sehen.

Was lernen wir daraus ? Größe und Entfernung ist was ziemlich relatives, zum Glück kommt der Film recht locker rüber sonst wäre das ganze für die meisten ziemlich unverdaulicher Stoff.
Manch einer wird diesen Film sicherlich noch aus dem Physik- oder Erdkundeuntericht kennen (einer dieser Filme die Lehrer in den 80igern so liebten, nur Stilecht auf VCR Videokassetten). Ich habe ihn erstmals in der legendären Space Night im Bayrischen Rundfunk gesehen - dort aber in einer gekürzten Version von rund vier Minuten wo es nur ins All ging (logischerweise), den zweiten Teil hatte man da unterschlagen. Ich wußte lange Zeit gar nicht das es da eine längere Fassung gibt, auch der Kommentar in der Kurzfassung war ein anderer. Ich finde den Film auf eine besondere Art faszinierend, auch wenn manches sicherlich von Forschungsseite aus überholt ist.

Nun gut - hier also die Langfassung mit dem Original Kommentar. Gut aufpassen - nächste Woche wird abgefragt und ein Test geschrieben.

Freitag, 29. Januar 2016

Hörspiel: Bastian Pastewka und Komplizen in "Paul Temple und der Fall Gregory" von Francis Durbridge


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Für unsere Eltern und Großeltern war der britische Krimiautor Francis Durbridge der Held im Deutschland zur Wirtschaftswunderzeit. Die Mehrteiligen TV-Krimis die im Fernsehen liefen und auf seinen Romanen beruhten waren sogenannte "Straßenfeger", bis heute noch hält der aus dem Jahre 1962 6-teilige Krimi "Das Halstuch" mit einer Einschaltquote von sagenhaften 89% den einsamen Rekord mit der höchsten Einschaltquote (wobei man fairerweise sagen muß das es damals nur zwei Fernsehprogramme gab die zudem nur Stundenweise gesendet haben). Das Wort "Durbridge Krimi" war so was wie ein Gütesiegel, in den 1970iger Jahren ebnete die Begeisterung allerdings etwas ab.

Was viele nicht wissen: Francis Durbridge war nicht von Anfang an Romanautor, seine Wurzeln liegen vielmehr im Radiohörspiel. In den 1930iger Jahren fing er bei der britischen BBC an und entwickelte dort die Hörspielreihe um den fiktiven Romanschriftsteller und Hobbydetectiv Paul Temple und seiner Frau Steve (kein Fehler - die Frau hat tatsächlich einen Männernamen). 1938 sendete die BBC den ersten Paul Temple Krimi "Paul Tempel und der Fall Gregory", weitere sollten folgen. Nach Deutschland kam die Krimireihe - politisch bedingt - etwas später. Im Jahre 1949 sendete der NWDR die Deutsche Version von Paul Temple und landete im Nachkriegsdeutschland einen Hörfunkhit. Zu einer Zeit wo Deutschland in Trümmern lag, die BRD gerade frisch gegründet war und es kein Fernsehen gab und das Geld für Theater und Kinobesuche etwas knapp war waren Radiohörspiele eine beliebte Ablenkung am Abend, denn ein Radio hatte faktisch jeder. Auch der NWDR (später nach der Auftrennung zu NDR und WDR der WDR alleine) produzierte mehrere Folgen der Hörspielreihe die fast alle mittlerweile auch auf CD erhältlich sind.

Warum "fast alle" ? Nun, das erste Abenteuer "Der Fall Gregory" ist leider verschollen, das Band mit der Produktion ist nicht mehr auffindbar (es wurde wohl entweder gelöscht oder zerstört) und auch das original Sendemanuskript ist zu Teilen vernichtet worden. Auch bei der BBC ist es nicht besser, da wurde ebenfalls das Band gelöscht und das Manuskript weggeworfen. Lediglich eine Version des Norwegischen Radios ist erhalten geblieben die für die Rekonstruktion zusammen mit den erhaltenen Teilen des Originalmansukriptes herangezogen wurde.

Auftritt Bastian Pastewka: Der bekennde Hörspiel- und Durbridge Fan war sofort dabei als es hieß dem verschollenen Hörspielklassiker neues Leben einzuhauchen. Wer jetzt eine Humoristische Annäherung an das Thema erwartet liegt etwas falsch, denn Pastewka ist die Sache Ernst und mit eben diesem gehen er und seine "Komplizen" (Inga Busch, Janina Sachau, Alexis Kara, Kai-Magnus Sting) an diese Aufgabe ran - und genau darin wiederum liegt der Humor. Denn in den Frühtagen des Radiohörspiel lagen die Parameter einer Inszenierung etwas anders als heute. So gibt es billig klingende Soundeffekte (das Motorengeräusch eines Autos ist z.B. Mundgemacht) und wenn sich Paul und Steve mit großem Pathos Liebesschwüre entgegenhauchen hat das schon einen unfreiwilligen Humor. Zu allem Überfluß wird dann mittendrin noch ein nettes Schlagerliedchen geträllert - ja so waren die alten Zeiten der Radiounterhaltung im jungen Deutschland.

Damit das ganze nicht zu Ernst wird gibt es immer wieder Unterbrechungen wo Pastewka mit seinen Mitstreitern Grundsatzdiskussionen über die Art des Hörspiels führt - wobei man sich irgendwann fragt ob der Ernst der Sache den Pastewka hier offen zur Schau trägt nun gespielt ist oder ob er das wirklich so meint. Witzig ist auf jeden Fall die eingebaute Michael Bay mäßige Actionszene die natürlich von Pastewka umgehend gestoppt wird.

"Paul Temple und der Fall Gregory" mag sicherlich nicht so lustig sein wie manch einer erwarten würde (wobei Humor eh so eine persönliche Geschmacksfrage ist) aber es ist lockere witzige Unterhaltung über die Anfangstage der Radiounterhaltung. Das man der komplizierten Handlung kaum folgen kann spielt dabei überhaupt keine Rolle - der Weg ist das Ziel, wie man so schön sagt.

Der WDR bietet das zweiteilige Hörspiel kostenlos auf seiner Webseite an. Wer sich jedoch sagt Was nix kostet ist nix der kann auch im Buchhandel seines Vertrauens die CD Fassung vom Hörverlag kaufen - jeder wie er mag.

Von Francis Durbridge
Produktion: WDR/SWR 2014
Regie: Leonhard Koppelmann
Redaktion: Martina Müller-Wallraf

Donnerstag, 28. Januar 2016

Free Music: Rihanna "Anti"


Um direkt die Fronten klarzustellen: Ich mag Rihanna Musikalisch gar nicht, ist absolut nicht mein Ding. Aber diese Aktion ist für den Rang den sie hat schon cool. Denn Rihanna verschenkt ihr neues Album "Anti" kostenlos. Kein Scherz. Warum, weshalb und wieso kann ich nicht sagen, sie tut es halt einfach.

Der Free Download kommt über den Streamingdienst TIDAL von Jay-Z, an dem Rihanna Anteile besitzt. Wie lange der Free Download Online bleiben wird kann man nicht sagen, also wer will der kann und soll. Ich habe es versucht aber irgendwie will das ganze bei mir nicht funktionieren (ich gebe zu - ich war neugierig obwohl ich sie nicht mag).

Nun gut ---> HIER der link zu "Anti" - viel Spaß damit.

UPDATE
Nach 24 Stunden ist die ganze Aktion auch schon wieder vorbei, aber zumindestens kann ich jetzt sagen das meine Probleme mit dem Browser zusammenhingen, denn so wie es aussieht mag Tidal Firefox nicht...egal, dann eben nicht.

Kam über Spiegel Online rein, bei den Blogrebellen ist es auch Thema und laut berichtet natürlich auch darüber.

Sonntag, 24. Januar 2016

Album Kritik: Steven Wilson "4 ½" (Kscope Music)


Foto: Lasse Hoile
Design: Carl Glover
Copyright Kscope Music 2016
Quelle: öffentlicher Presedownloadbereich von Kscope Music

Trackliste
01 My Book of Regrets 9:23
02 Year of the Plague (instrumental) 4:15
03 Happiness III 4:31
04 Sunday Rain sets in (instrumental) 3:50
05 Vermillioncore (instrumental) 5:09
06 Don´t hate me 9:34

Musiker
Steven Wilson - Gesang, Gitarre, diverse Synthesieser und Effektgeräte, Minimoog, Mellotron
Adam Holzman - Keyboards, Piano
Nick Beggs - Bass
Dave Kilminster - Gitarre (Track 1 & 6)
Guthrie Govan - Gitarre (Track 3)
Craig Blundell - Schlagzeug (Track 1, 5 & 6)
Marco Minnemann - Schlagzeug (Track 3)
Chad Wackerman - Schlagzeug (Track 4)
Theo Travis - Saxophone (Track 6), Flöte (Track 4 & 6)
Ninet Tayeb - Gesang (Track 6)

Alle Titel geschrieben, produziert und abgemischt von Steven Wilson
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Resteessen mit Steven Wilson - schmeckt gut hat aber einen bitteren Beigeschmack

Das Wort "Albumkritik" führt etwas in die Irre denn ein Album ist "4 ½" beileibe nicht - auch wenn Steven Wilson wie bei dem von mir besuchten Konzert in Luxemburg betont das dies durchaus ein Album mit vollwertigen Songs sei. Nur eben ein kurzes....ein sehr kurzes sogar - gerade einmal etwas mehr als 37 Minuten Laufzeit hat das ganze, zieht man den bekannten Song "Don´t hate me" ab bleiben gerade mal 26 Minuten neue Musik. Das ist Quantitativ schon etwas schwach, dafür stimmt die Qualität.

Zunächst die Fakten: "4 ½" beinhaltet vier Songs die in der Vergangenheit bei diversen Albenproductionen beim Produktionsprozess liegen geblieben sind (wobei Wilson ebenfalls beim Luxemburgkonzert betonte das dies keine "Reste" seien sondern vollwertige Songs die eben nicht auf das jeweilige Album gepasst hätten). Zwei Songs stammen von "Hand. cannot. erase." ("My Book of Regrets" und "Sunday Rain sets in"), einer von "the Raven that refused to sing" ("Year of the Plague") und einer von "Deadwing" ("Happiness III"). "Vermillioncore" ist neu, geschrieben wurde er 2013. Dazu gesellt sich eine Neuaufnahme von "Don´t hate me", den zweiten Song aus Wilsons Porcupine Tree Zeit der nun von ihm solo neu aufgenommen wurde.

Der Einstieg ist grandios und dürfte einigen Fans die in letzter Zeit ein Konzert von Steven Wilson besucht haben bekannt vorkommen - denn "My Book of Regrets" ist seit Mitte September 2015 fester Bestandteil der Setliste. Der Song erinnert ein klein wenig an "Time flies", was vor allen Dingen an der Wiederverwendung des gleichen Gitarrenriffs in der Mitte liegt. In neuneinhalb Minuten bekommt man Steven Wilson in Reinkultur serviert - eine schöne poppige Melodie, verpackt in einen wilden Ritt aus harten und zarten Gitarrenpassagen und dazu seine altbekannten laut/leise, schnell/langsam Spielchen. Ein verdammt guter Song mit Ohrwurmqualitäten, der sich auf dem Hauptalbum "Hand. cannot. erase." sicherlich gut gemacht hätte.

"Year of the Plague" ist ein nettes Ambientartiges aber ziemlich melancholisches Zwischenstück das aber durchaus zu Recht beim Ravenalbum unter den Tisch gefallen ist - es klingt zwar schön aber irgendwie kann ich mir diesen Song auf den Album nicht vorstellen, Melanchlolie hin oder her. Das gleiche gilt für "Happiness III" das einmal mehr die etwas poppige Seite von Steven Wilson zeigt - beweist er hier wieder einmal das er durchaus Radiofreundlich produzieren kann. Ebenfalls ein guter Song, aber auf der "Deadwing" wäre er definitv ein Fremdkörper gewesen.

"Sunday Rain sets in" ist nochmal eine Art Ambientartiges Zwischenspiel - nett aber auch etwas nichtssagend. Mit "Vermillioncore" gibt es dann ein sehr gutes aber leider auch zu kurz geratenes Stück Progrock der gut nach vorne geht und vor allen Nick Beggs viel Raum für seinen Bass gibt, echt schade das der Song bereits nach fünf Minuten zu Ende ist. Am Ende dann eine Neueinspielung von "Don´t hate me" - das Arrangement ist etwas verfeinert worden, ansonsten ist die größte Änderung das der Refrain jetzt von Ninet Tayeb gesungen wird was wirklich gut klingt. Dann ist das ganze auch schon wieder vorbei.

Ich stehe diesem Release etwas Zwiegespalten gegenüber. Produktionstechnisch gibt es hier nix zu meckern, es klingt einfach großartig vor allen wenn man bedenkt das einige Songs auf Liveversionen basieren - "My Book of Regrets" wurde zum Beispiel beim Montreal Konzert aufgenommen und dann im Studio vefeinert. Auch das Songmaterial ist größtenteils sehr hochwertig und bekräftigt nochmal den Ruf das selbst die Reste bei Steven Wilson immer noch eine bessere Qualität haben als der reguläre Output bei anderen Künstler. Auch das bemühen das ganze eben nicht wie eine Resteverwertung klingen zu lassen ist ehrenwert - so gehen die Songs fast alle ineinander über und geben so einen schönen Tripcharakter.

Trotzdem hat man irgendwie das Gefühl das hier was Veröffentlicht wurde nur um eben was zu veröffentlichen. Es läßt sich bei aller Fanliebe nicht verleugnen das man merkt das die Songs aus verschiedenen Perioden stammen und das der rote Faden Naturgemäß fehlt (was auch logisch ist - es ist halt Resteessen). Zudem fällt immer mehr auf das Steven Wilson eine Art "Treatmark Sound" entwickelt, einfach weil viele Harmonien typisch nach ihm klingen (einfach mal blind "Sunday Rain sets in" hören - dann weiß man was ich meine, das Teil ist so typisch für ihn und seinen momentanen Sound). Auch wenn Steven Wilson es nicht gerne hört - "4 ½" ist kein vollwertiges Album sondern bestenfalls eine bessere Maxi CD mit zwei großartigen Stücken ("My Book of Regrets" und "Vermillioncore"), drei Qualitativ guten Mitläufern sowie einer Neueinspielung die zwar gut klingt, deren Sinn sich aber nicht so ganz erschließt weil sie Musikalisch zu ähnlich am Original ist (wie auch vor einigen Monaten die Neuversion von "Lazarus").

"4 ½" ist reinrassiges Fanfutter - wer Wilson mag der wird sicherlich seine helle Freude an diesem kurzen Minialbum / EP / Maxi CD (call it what you want) haben. Diese Art von Resteverwertung ist bei Wilson nix neues und altbekannt, ein etwas schaler Nachgeschmack bleibt aber bestehen. Denn die Frage lautet wirklich: Mußte das sein ? Wäre das ganze nicht als ein Bonus für eine Live DVD oder beim nächsten regulären Album besser aufgehoben gewesen ? Zumal der Ladenpreis für diese Veröffentlichung durchaus recht hoch ist - um die 14 Euro für die CD und über 25 Euro für die Vinylfassung ist schon für das was drin ist eine Menge Holz (irgendwelche Sonderangebote habe ich jetzt nicht berücksichtigt).
Eine 7/10 ist trotz der Kritikpunkte dicke drin - sofern man Fan ist.

Das Album ist bei Kscope Music erschienen - als Cd im Digipack in einem ausgestanzten Schuber, als einfach Vinyl, als Blu-Ray Audio (mit vier Bonustracks) sowie als Download.