Donnerstag, 31. Dezember 2015

Einen guten Rutsch ins Jahr 2016


Foto unter CC Lizenz CC0 (Public Domain / Gemeinfrei)
Bildquelle: Pixabay
Fotograf: PublicDomainPictures

So - haben wir das Jahr 2015 somit auch offiziell geschlachtet. Ich wünsche Euch allen hier einen guten Rutsch ins Jahr 2016, feiert schön (und nicht zuviel - ich möchte keine Klagen hören von wegen "zuviel gesoffen" oder ähnliches) und laßt es Euch einfach gut gehen.

2015 ist jetzt kein Erinnerungswürdiges Jahr aber dafür habe ich meinen Blog / Webseite wiedereröffnet - zwar läßt das Feedback etwas zu wünschen übrig aber dafür hat jeder Artikel im Schnitt 10 - 12 Zugriffe, was sicherlich darauf zurückzuführen ist das ich jetzt die Neuigkeiten hier bei Facebook und Twitter bekanntgebe. Mein beliebtester Artikel war übrigens der über die kostenlose Foo Fighters EP, da kam ich sogar auf 15 Zugriffe.
Für die Werbeindustrie bin ich somit sicherlich noch kein Opfer, worüber ich auch nicht böse bin.

In diesem Sinne: macht es gut, wir sehen und lesen uns im nächsten Jahr. Auf das 2016 besser werde....

Samstag, 26. Dezember 2015

Wie man eine richtige Tüte baut

So - mit dem posten dieses Video kann ich unter der Rubrik "Bildungsauftrag in Deinem Blog im Jahr 2015" auch ein dickes erledigt schreiben. Suzie Grime, eine nette junge Dame aus Berlin erklärt in dem unten stehenden YouTube Video innerhalb von fünf Minuten wie man den perfekten Joint dreht. Das macht sie ganz cool und locker und erzählt uns dabei noch so nebenbei von ihrem letzten Nagelstudiobesuch oder das sie das Hackbrett sammt Wiegemesser bei Auszug von ihrem Papa "mitgenommen" hat. Das Gras hat sie natürlich nicht gekauft sondern wohl "gefunden" (oder so - sie geht nicht näher darauf ein)...auf jeden Fall kommt am Ende eine ganz ansehnliche Tüte raus.



Viele Dank an den pEtEr von den Blogrebellen

Freitag, 25. Dezember 2015

Radioheads Song für "Spectre"


Die Story ist also doch wahr: Radiohead wurden tatsächlich angefragt den Titelsong für den neusten James Bond Film "Spectre" zu schreiben. Das ganze hat aber dann doch nicht so funktioniert wie man wollte...aber nun geben Radiohead den Song für lau raus, quasi als Weihnachtsgeschenk (in UK ist ja erst heute Weihnachten).
In den Worten von Radiohead klingt das übrigens so:

Last year we were asked to write a theme tune for the Bond movie Spectre.
Yes we were. It didn’t work out, but became something of our own, which we love very much.
As the year closes we thought you might like to hear it.
Merry Christmas. May the force be with you.


Klingt imo besser als dieses Kitschteil von Sam Smith....aber mich fragt ja keiner



Direktlink

Kam über die Facebookseite von Radiohead rein

Donnerstag, 24. Dezember 2015

Frohe Weihnachten


Foto unter CC Lizenz, CC0 (Public Domain / Gemeinfrei)
Bildquelle: Pixabay
Fotograf: Alexas_Fotos

Tja - auch wenn es sich Wettermäßig nicht so anfühlt: Es ist der 24. Dezember und somit Heiligabend, die Weihnachtszeit hat damit ihren Höhepunkt erreicht.
Ich wünsche allen hier die das lesen eine frohes und ruhiges Weihnachtsfest, lasst es Euch gut gehen, kommt zur Ruhe und verbringt Zeit mit Euerer Familie oder den Menschen die Euch am liebsten sind. Esst nicht zuviel (OK - wird schwierig) und habt einfach eine schöne Zeit. Man sieht sich.

Dienstag, 22. Dezember 2015

Album des Jahres: Steven Wilson "Hand. cannot. erase." (K-Scope Music)

Foto: Lasse Hoile
Design: Carl Glover
Copyright K-Scope Music 2015
Quelle: öffentlicher Presedownloadbereich von K-Scope Music

Vorgeschichte
Joyce Carol Vincent war eine normale junge Frau, sie lebte in einem kleinen Londoner Appartment nachdem sie ihren Job gekündigt hatte und den Kontakt zu Familie und engeren Freunden etwas reduziert hatte. Im Dezember des Jahres 2003 - Joyce ist zu diesem Zeitpunkt 38 Jahre alt - stirbt sie in ihrem Appartment, inmitten von Weihnachtsdekoration, dem laufenden Fernseher sowie einer Anzahl von fertig verpackten Geschenken. Todesursache war entweder ein Astmaanfall oder Komplikationen mit einem Magengeschwür das sie hatte. Ihre Leiche (bzw das was noch von ihr übrig war) wurde erst im Januar 2006, also 26 Monate später gefunden.
Das Erschrenckende: Kein Mensch hat sie vermisst, der laufende Fernseher wurde von den Nachbarn ein paar Junkies zugeschrieben die ebenfalls im Haus lebten, der Gestank der Leiche wurde den Mülleimern im Hof zugeschoben. Zwar versuchte ihre Familie in den 26 Monaten öfters mit ihr Kontakt aufzunehmen, ihr nichtreagieren werteten die Angehörigen aber als ein bewustes Abbrechen des Kontakts ihrerseits. Das sie bei den Kontaktversuchen bereits verstorben war konnte keiner ahnen...
Der Fall sorgte in Großbritanien für einiges Aufsehen. Die BBC drehte 2011 den Dokumentarfilm "Dreams of a Life" über Joyce und ihr Leben der wiederum vom Musiker Steven Wilson gesehen wurde (obwohl er witzigerweise immer behauptet das er keinen Fernseher besitzt). Das Schicksal von Joyce beschäftigte Wilson so sehr das er beschloß, die ganze Geschichte als Inspiration für sein Album "Hand. cannot. erase." zu benutzen.
Das Album ist keine Werkgetreue Aufbearbeitung des Falles Joyce Vincent sondern dient lediglich als loses Handlungsgerüst. Die Hauptfigur auf dem Album nennt sich schlicht "H", deren Schwester wird auf dem Album "J" genannt.

Quelle fürs Hintergrundmaterial: Wikipediaeintrag von Joyce Carol Vincent

Das Album

Songliste
01. "First Regret" 2:01
02. "3 Years Older" 10:18
03. "Hand Cannot Erase" 4:17
04. "Perfect Life" 4:46
05. "Routine" 8:58
06. "Home Invasion" 6:24
07. "Regret #9" 5:00
08. "Transience" 2:43
09. "Ancestral" 13:30
10. "Happy Returns" 6:00
11. "Ascendant Here On…" 1:54
Gesamtlaufzeit: 65:44

Musiker
Steven Wilson - Gesang, Gitarre, Keyboards
Guthrie Govan - Gitarre
Nick Beggs - Bass
Adam Holzman - Piano, Keyboards
Marco Minemann - Schlagzeug
sowie
Ninet Tayeb - Gesang (Song 5 und 9)
Theo Travis - Flöte, Saxophone
Katherine Jenkins - Sprecherin Song 4
Der Chor der Schola Cantorum Of The Cardinal Vaughan Memorial School
sowie das London Session Orchestra
u.v.a.m.

Produziert von Steven Wilson
Aufgenommen im Air Studio London, September 2014
Veröffentlicht am 27.02.2015

"Less Jazz and more Pop" - dieser (sinngemäße) eher beiläufig in einem vorab veröffentlicheten Promovideo gesagte Satz von Steven Wilson brachte die Fanschar des britischen Musikers in Wallung. Will ihr Idol jetzt in die Charts ? Wird er jetzt kommerziell ? Schließlich hat er das böse P-Wort benutzt - "Pop". Steven Wilson ist doch alles mögliche aber niemals Pop ! Dabei wird immer gerne vergessen das Pomusik durchaus in der Musikalischen Sozialisierung von Steven Wilson eine Rolle gespielt hat, schließlich lief in seinem Elternhaus auch Donna Summer oder Abba und eben nicht nur Pink Floyd. Und wer mal genau hingehört hat in den reichhaltigen Musikalischen Output von Steven Wilson der wird sicherlich öfters die ein oder andere Popmelodie gehört haben. Also alles künstliche Aufregung ? Das auf jeden Fall, denn auch mit "Hand. cannot. erase." ist Steven Wilson kein Popstar geworden der im Formatradio der Marke SWR3 / RPR1 läuft - und das obwohl er mit diesem Album in Deutschland bis auf Platz 3 der offiziellen Verkaufscharts kam.

Steven Wilson bleibt auch bei diesem Album der unberechenbare Musikalische Querkopf der er schon seit Jahren ist - wieder wildert er wild durch rund 40 Jahre Musikgeschichte, zitiert von Pink Floyd über King Crimson hin zu Alan Parsons Project einmal komplett den Progressiven Rock der 70iger Jahre. Das ganze garniert er dann mit elektronischen Experimenten der Marke Boards of Canada, läßt tatsächlich etwas Pop rein (mehr Formatradio als im Titelsong hatte Wilson seit "Trains" nicht mehr im Angebot), bastelt etwas Klassik (Kinderchor + Orchester) mit rein und verschließt sich weder Jazzigen Tönen noch einer Gastsängerin (was vollkommen neues).

Das dieser ganze Misch-Masch funktioniert liegt zum einen daran das die Kompositionen (wie immer) sehr Detailreich arrangiert sind (dazu später mehr), zum anderen daran das Wilson perfekte Mitmusiker hat die seinen Musikalischen Visionen umsetzten können. Wie schon bei seiner früheren Band Porcupine Tree hat er auch jetzt als Solokünstler eine perfekte Begleitgruppe um sich herum geschart: Keyboarder Adam Holzman war Jahrelang bei der Band um Miles Davis aktiv, der Deutsche Schlagzeuger Marco Mineman stand zuletzt sogar auf dem Zettel von Dream Theater als Nachfolger für Mike Portnoy und Bassist Nick Beggs gilt in Musikerkreisen eh als einer der Top Bassisten. Selbstbewußt spricht Wilson auch hier wieder von "seiner Band", die Hoffnung auf eine baldige Porcupine Tree Wiedervereinigung kann man also getrost begraben.

Das Album fängt ganz ruhig an - eine Ambiente Soundlandschaft, gepaart mit einer Keyboardsequenz, dazu im Hintergrund Geräusche von spielenden Kindern. Vorm geistigen Auge sieht man diese kalten Hochhauslandschaften wo Menschen anonym wohnen (ein Bild was sowohl durch die Gestaltung des Booklets als auch durch den Introfilm bei den Konzerten noch verstärkt bzw ausgelöst wird). Dann schält sich diese kleine, wunderschöne Pianomelodie aus eben dieser Szenerie heraus, eine Melodie die im späteren Verlauf des Albums nochmal eine Rolle spielen wird. "First Regret" heißt dieser zwei-Minütige Introsong und es dürfte mit das schönste Intro sein das sich Steven Wilson jemals für ein Album ausgedacht hat. "First Regret" geht nahtlos über in "3 Years older" und bereits hier spielt Wilson wieder alles innrhalb von zehn Minuten aus was seine Fans an ihm lieben: sein berühmtes laut/leise, schnell/langsam Schema - er paart einen Refrain mit Chorgesang mit diversen Gitarrenfiguren und läßt dazu Marco Minemann einen ziemlich ungeraden Takt schlagen. Alleine in den ersten 13 Minuten des Albums verarbeitet Steven Wilson mehr Ideen als manch anderer Künstler in ganzen Alben.



Mit dem Titelsong "Hand. cannot. erase." kommt dann dieser böse Pop ins Spiel, es ist der Radiofreundlichste und wohl auch geradlinigste Song den Wilson sich in den letzten Jahren ausgedacht hat. Ein paar mal gehört ertappt man sich dabei das man irgendwann diesen Refrain, der so gar nicht Radiotauglich ist mitsingt. Es folgt darauf "Perfekt Life", eine Art TripHop Track mit der Erzählstimme von Katherine Jenkins. Der Song hat schon eine etwas süßliche, man kann auch sagen kitschige Atmosphäre, die aber im Kontext des gesamten Albums durchaus Sinn macht.

Musikvideo "Perfect Life"



Regie: Youseff Nassar
Quelle: Offizieller Steven Wilson YouTube Kanal

Mit "Routine" kommt dann erste große Höhepunkt des Albums - ein ruhiger, sehr traurig-melancholischer Song wo man sich auch hier nicht von den ersten Sekunden täuschen lassen sollte, denn "Routine" entwickelt sich über seine Laufzeit zu einem grandiosen Songmonster bei dem harte Gitarrenklänge, ein Kinderchor, der zarte Gesang von Ninet Tayeb und sanfte Pianoballade eine friedvolle Einheit ergeben.

Musikvideo "Routine"



Regie: Jess Cope
Quelle: Offizieller Steven Wilson YouTube Kanal

Auch "Home Invasion" das zusammen mit "Regret #9" eine Einheit bildet ist ein Zusammenspiel diverser Zutaten: Die ersten Minuten ein ziemlich Hard Rockiger Song entwickelt es sich nach drei Minuten auf einmal zu einer Art Jazzrock um dann bei "Regret #9" in Progressive Rock der Marke Pink Floyd hinüber zugleiten. "Ancestral" im Anschluß dann ist zuallererst elektronische Spielerei um dann ein Gitarrensolo an das nächste anzureihen.
Mit "Happy Returns" verabschiedet sich die Hauptfigur H vom Zuhörer (da ist sie wieder - die Pianomelodie vom Anfang, der Kreis schließt sich also) in einem Brief, deren Schlußworte "But I'm feeling kind of drowsy now - So I'll finish this tomorrow" leicht beklemmend wirken. Bei dem Instrumental "Ascendant Here On…" sieht man dann besagte Dame H vor dem geistigen Auge verschwinden....

Steven Wilson schafft das Kunststück ein ernstes, trauriges Thema in ein luftig leichtes und gleichzeitig Anspruchvollen Musikalbum zu packen. Wie schon zu Anfang erwähnt ist die Geschichte von H nicht die gleiche wie die von Joyce, zumal Wilson komplett offen läßt ob H nun stirbt oder einfach nur verschwindet (vieles deutet darauf hin das sie wirklich nur einfach "weg" ist). Für viele Zuhörer mag ein Konzeptalbum ein Relikt aus den 70iger Jahren des letzten Jahrhundert sein, doch im Gegensatz zu den großen bekannten Werken aus jener Zeit ist die Geschichte die Wilson hier erzählt realer und Lebensnäher.

Dabei gelingt es Wilson auf der einen Seite ein anspruchvolles, durch den Geschichtlichen Überbau vielschichtiges Album zu produzieren das auf der anderen Seite aber so leicht und locker daherkommt das man ihm auch ohne große Probleme ohne der Geschichte zu folgen hören kann.
Die großen Reverenzen sind natürlich klar: Von Pink Floyd bis zum Alan Parsons Project (witzigerweise klingt dieses Album eher nach APP als der Vorgänger "the Raven that refused to sing", das ja von Alan Parsons Co-Produziert wurde) wird kräftig zitiert und neu zusammengesetzt. Die Produktion ist klar und Detailreich, die Arrangements vielschichtig. Lautes hören über die Anlage ist genauso ein Genuß wie das konzentrierte hören über Kofhörer.

Wilson wäre nicht Wilson wenn nicht auch das Auge was geboten bekäme - so ist auch hier die Deluxe Version in einem knapp einhundertseitigen gebundenen Buch die absolute NonPlusUltra Fassung die man im Regal haben sollte (auch wenn diese nicht ganz billig ist - Fotodruck ist halt teuer).

Die Deluxe Version im Video



Quelle: Offizieller Steven Wilson YouTube Kanal

Aber auch die schöne Doppel Vinyl Ausgabe mit Booklet in LP Größe ist ihr Geld wert (einen FLAC Download gibt es da noch obendrauf). Aber das Gesamtkunstwerk "Hand. cannot. erase." hat noch mehr: so gab es einen eigenen (Fake) Twitteraccount von "H" sowie einen Blog (natürlich auch Fake).

Die Künstlerische Einordnung ist ganz klar: War "Insurgentes" der (etwas zu offensichtliche) Befreiungsschlag aus dem Bandgefüge, war "Grace for Drowing" der Künstlerische Höhepunkt und "the Raven that refused to sing" das Album für die breite Öffentlichkeit mit starker 70iger Reverenz ist "Hand. cannot. erase." vor allen - auch wenn es kitschig klingen mag - Wilson schönste Arbeit und zusammen mit dem Porcupine Tree Album "Deadwing" die wohl beste und Künstlerisch geschlossenste Arbeit von ihm, dessen Schönheit man als Hörer erst nach mehrmaligen hören entdecken wird.

Beste Songs: Ancestral / Routine / 3 Years older

Das Album ist in diversen Formaten sowohl Physisch wie auch als Download auf allen relevaten Plattformen käuflich zu erwerben.

Sonntag, 6. Dezember 2015

Hörspiel: "Galveston" von Nic Pizzolatto


Foto unter CC Lizenz CC0 (Gemeinfrei / Public Domain)
Bildquelle: Pixabay
Fotograf: tpsdave

Roy ist Auftragskiller und Mann fürs Grobe bei einem Syndikat. Erst bekommt er die Diagnose Lugenkrebs, dann will ihn sein Boss wegen einer Frauengeschichte umbringen lassen - doch Roy gelingt es den Anschlag zu überleben und flüchtet zusammen mit der jungen Prostituierten Rocky (die bei der Mordgeschichte gegen ihn eine Rolle gespielt hat) nach Galveston in Texas. Während der Flucht gesellt sich noch Tiffany dazu, angeblich Rockys jüngere Schwester. In einem runtergekommenden Motel voller etwas seltsamer Gestalten finden die drei Zuflucht, doch das Syndikat ist ihnen auf den Fersen.....

Autor Nic Pizzolatto dürfte den meisten Film- und Serienfreunden durch die HBO Serie "True Detective" ein Begriff sein, "Galveston" ist Pizzolattos erster Roman aus dem Jahre 2010. Das ganze ist eine klassische Crimegeschichte, erzählt aus der Sicht von der Hauptperson Roy. Somit ist das auch eher ein Hörbuch als ein Hörspiel, da über die Hälfte des Textes eben von Roy und aus dessen Sicht erzählt wird. Der Einstieg ist etwas beschwerlich weil man in den ersten Minuten unzählige Namen um die Ohren gehauen bekommt, doch sobald das ungleiche Pärchen Roy und Rocky auf der Flucht ist bekommt die Geschichte Tempo und wird dann in der zweiten Hälfte richtig spannend. Pluspunkt auch die sehr stimmungsvolle Musikuntermalung mit allerhand bekannten Rock- und Countrysongs. Die Sprache ist direkt und hart, das ganze natürlich auch brutal und blutig.
Ein gut gemachtes, sehr hörenswertes Hörspiel.

Produktion: WDR 2015
Von: Nic Pizzolatto
Regie: Walter Adler
Redaktion: Natalie Szallies

Der WDR bietet diesen Hörspiel zum freien Download an, Teil eins gibt es hier und den zweiten Teil gibt es hier

Kostenloses Album von Joe Bonamassa


Wenn jemand mal eben 170 Euro für die Eintrittskarte für die im kommenden Frühjahr stattfindende Tour in Deutschland verlangen kann und diese Karten auch verkauft bekommt dann hat man es geschafft. Joe Bonamassa ist so einer der das kann und das beweist nur was für einen Kometenhaften Aufstieg der Amerikanische Musiker in den letzten Jahren hatte - und das in einem Genre das auf den ersten Blick nicht Mehrheitsfähig ist, nämlich dem Blues-Rock. Wobei ich mal behaupte das die meisten Bonamassa mit diesem Stil nicht in Verbindung bringen sondern sich schlichtweg an der Musik erfreuen und sein (wirklich brilliantes) Gitarrenspiel gut finden.
Joe Bonamassa ist aber auch einer der Musiker der das Medium Internet gezielt nutzt: eigene Webseite (logisch), Facebook, Google+, Twitter und Instagram sowie ein eigener YouTube Kanal - Bonamassa benutz das gesamte Spektrum für Kommunikation und Promotion. Dazu bei jedem Album ein kostenloser MP3 Download zur Promotion, den man naürlich nur gegen eine e-mail Adresse bekommt damit man in den Bonamassa Newsletterverteiler kommt.

Vor einigen Tagen entdeckte ich beim stöbern (mir gefiel der Song "Dust Bowl" den ich öfters bei Radio Paradise gehört hatte) einen Eintrag bei Discogs von 2014, wo es einen Hinweis auf ein kostenloses Album von Bonamassa gibt. Der link funktioniert noch, also dieses Quasi Best-of Album zur Probe runtergeladen. Und was soll ich sagen - es ist wirklich gut, der Mann hat es drauf. Und "Dust Bowl" ist auch dabei, was will man mehr ? Den Fans erzähle ich hier natürlich nix neues, ebenso wenig das dieser Free Download schon einige Monate auf den Buckel hat und somit dem ein oder anderen bekannt sein dürfte.

Einziger Nachteil: Man muß neben einer e-mal Adresse (Newsletter - you know ?) noch ein Banner in seiner Facebook Chronik plazieren bevor der Download freigegeben wird, damit jeder sehen kann das man sich dieses Album runtergeladen hat. Kann man geteilter Meinung drüber sein, aber es läßt sich auch ohne Probleme löschen wenn der zip Ordner auf der Festplatte ist.

Das Album hört auf den bescheidenen Titel "11 great Tracks from Joe Bonamassa" und den kostenlosen Download gibt es auf seiner Webseite.